Abbas ibn Abdulmutallib
Abbas ibn Abd-ul-Mutallib

Aussprache: wie oben
arabisch: العباس بن عبد المطلب
persisch: عباس بن عبد المطلب
englisch: Al-Abbas ibn Abd al-Muttalib

-55 - 32 oder 34 n.d.H.
ca. 567 – ca. 653 n.Chr.

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Abbas ibn Abdulmutallib ist einer der Söhne Abdulmutallibs und Onkel sowie Gefährte des Propheten Muhammad (s.). Er war nach den meisten Quellen drei, nach Ibn Hadschar zwei Jahre älter als Prophet Muhammad (s.).

Er besaß einen Garten in Taif und war auch sonst sehr vermögend. Er war verheiratet mit Umm al-Fadhl Lubaba und soll von klein auf Sympathie für den Propheten Muhammad (s.) gehegt haben. Manche behaupten, dass dieses nur aufgrund seiner Blutsverwandtschaft zu Prophet Muhammad (s.) erfolgte, er ihm aber zunächst nicht im Glauben folgte. Darauf deutet auch hin, dass er in der Schlacht von Badr auf Seiten der Mekkaner kämpfte. In der Schlacht wurde er gefangen genommen und ging dann zurück nach Mekka, nachdem er sich selbst und zwei seiner Neffen Aqil und Naufal ibn Haris freigekauft hatte. Kurz vor der Befreiung Mekkas soll er den Islam angenommen haben, wonach er sein Vermögen für den Islam einsetzte.

Er verweigerte dem späteren ersten Kalifen Abu Bakr die Gefolgschaft, und stand zu Imam Ali (a.). Behauptungen, wonach er u.a. einen Disput bezüglich Fadak mit Fatima (a.) hatte, erscheinen unglaubwürdig, zumal er später immer wieder die Position von Imam Ali (a.) unterstützte. So wehrte er sich u.a. gegen das von Umar ibn Chatab eingeführte Verbot der Zeitehe [mut'a].

Abbas ibn Abdulmutallib gilt über seinen Sohn Abdullah ibn Abbas als Stammvater der Dynastie der Abbasiden, wofür er aber nicht verantwortlich ist. Er starb im Alter von 88 Jahren 32 oder 34 n.d.H. in Medina und ist begraben im Dschannat-ul-Baqi. Manche übertriebene Überlieferungen zu seiner Person sind später von den Abbasiden fabriziert, um ihren Urahnen zu loben. Ein weiterer Sohn war Ubaydullah ibn Abbas.

Wenn Muslime den Namen Abbas ohne Zusatz verwenden ist in der Regel allerdings Abbas ibn Ali gemeint.

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