Abu Talib al-Makki
  Abu Talib al-Makki

Aussprache: abu taalib al-makkii
arabisch:
أبوطالب المكى
persisch:
أبوطالب مكى
englisch: Abu Talib al-Makki

???-386 n.d.H.
??? - 996 n.Chr.

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Abu Talib al-Makki war einer derjenigen, die im Auftrag der Umayyaden die Verleumdung verbreiteten, Imam Hasan (a.) hätte übermäßig viele Frauen geheiratet und sich immer wieder geschieden. Ziel derartiger Berichte war es, das Ansehen der Ahl-ul-Bait in der öffentlichen Meinung zu zerstören, um die Gewaltherrschaft der Umayyaden im missbrauchten Namen des Islam zu rechtfertigen. Abu Talib al-Makki überbot mit seinen Berichten die ersten Berichte von Abul-Hasan Ali ibn Abdullah al-Basri al-Mada'ini.

Berichte über 250 und 300 Frauen finden sich in "Quwwat al-Qulub" (Band 2, S. 246) von Abu Talib al-Makki, der im Jahre 380 n.d.H. starb. Er schrieb: "Hasan Ibn Ali heiratete 250 Frauen, und man sagt, es seien 300 Frauen gewesen. Ali war darüber sehr verärgert und besorgt, weil es ihm vor seiner Familie jedes Mal peinlich war, wenn Hasan sich von einer Frau trennte. Ali pflegte zu sagen, Hasan ließe sich aus Gewohnheit scheiden, und die Leute sollten ihm ihre Töchter nicht zur Frau geben. Da sagte ein Mann vom Stamme Hamdan: 'O Amir al-Mu'minin, bei Allah, wir werden ihm unsere Töchter geben, und er soll zusammen bleiben, mit wem er will, und er soll sich scheiden lassen, von wem er will.' Als er das hörte, war Ali sehr erfreut und sagte dieses Gedicht auf: 'Wäre ich verantwortlich für eines der Tore des Paradieses, würde ich sagen dem Stamme Hamdan, sie sollen einziehen ins Paradies in Frieden.'"

Abu Talib al-Makki, verlor seinen Verstand, während er dieses Buch, Quwwat al-Qulub verfasste. Er ging nach Bagdad, wo ihn die Leute zu Gesicht bekamen. Als sie den Unsinn hörten, den er erzählte, ließen sie ihn stehen und mieden ihn. Einer seiner Aussprüche aus damaliger Zeit ist: "Niemand ist schädlicher für die Menschen als ihr Schöpfer." Die Gelehrten sagten frei heraus, er habe in diesem Buch viele Dinge geschrieben, die jeglicher Grundlage entbehrten. Dies waren die ursprünglichen Berichterstatter. Alle, die danach noch kamen, schrieben einfach aus ihren Büchern ab.

Es wäre auch theoretisch unmöglich für Imam Hasan (a.), so viele Frauen zu heiraten, selbst wenn er es gewollt hätte. Alle Berichte deuten an, er habe zur Zeit des Kalifats seines Vaters Ali (a.) in Kufa damit begonnen, seiner vergnüglichen Beschäftigung nachzugehen. Ali (a.) kam im 37. Jahr nach der Hidschra nach Kufa. Imam Hasan (a.) hatte zumindest drei Frauen in Kufa. Chaula Fazariya, die Mutter von Hasan Muthanna, dem Großvater von Muhammad Nafs az-Zakiyya. Sie überlebte Imam Hasan (a.). Die Heirat hatte in Medina stattgefunden. Umm Ishaq Bint Talha, die Mutter von Hussein Athram, Talha und Fatima. Auch diese Heirat hatte in Medina stattgefunden. Sie überlebte Imam Hasan (a.) ebenfalls und heiratete später Imam Hussein (a.). Dschuda Bint Aschath. Die Heirat hatte in Kufa stattgefunden, und auch sie überlebte Imam Hasan (a). Sie vergiftete ihn auf Anstiftung von Muawiya. Der Islam gestattet einem Mann, jederzeit mit bis zu vier Frauen gleichzeitig verheiratet zu sein. Da Imam Hasan (a.) bereits drei Frauen hatte, die bei ihm blieben, bis er verstarb, konnte er nur noch eine weitere Frau heiraten. Wenn man dies weiß, kann man die Aussage in Quwwat al-Qulub nur noch mit Belustigung betrachten: "Oftmals heiratete er (Imam Hasan) vier Frauen in einer Sitzung und ließ sich dann in einer Sitzung wieder von ihnen scheiden." Wie konnte er vier Frauen in einer Sitzung heiraten, wenn er schon mit drei Frauen verheiratet war?

Abu Talib al-Makki gilt als Anhänger des malikitischen Rechts. Zu seinen bekanntesten Werken gehört: "Qut al-qulub fi mu'amalat al-mahbub wa wasf tariq al-murid ila maqam al-tawhid" (Die Nahrung des Herzens im Umgang mit dem Geliebten und Beschreibung des Weg eines Suchenden zu der Stufe der Einheitsbekundung). Abu Hamid Ghazzali verwendete das Buch als Quelle einiger Abschnitte seines "Ihya ulum al-din".

Abu Talib al-Makki starb 386 n.d.H. (996 n.Chr.) in Bagdad.

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