Abul-Faradsch
  Abulfaradsch al-Isfahani

Aussprache: abul faradsch al-isfahaniy
arabisch:
أبو الفرج الأصفهان
persisch:
englisch: Abu al-Faraj al-Isfahani

897 -967 n.Chr.

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Abulfaradsch al-Isfahani hieß eigentlich Ali ibn al-Husain al-Isfahani. Lateinisiert ist er auch bekannt als Abulfaradsch. Er war ein iranischer Gelehrter der seine Abstammung auf die Quraisch zurückführte. Bekannt wurde er für seine Sammlung arabischer Poesie in seinem Hauptwerk: Kitab al-Aghani (Buch der Lieder).

Abu al-Faradsch ist im Jahr 897n.Chr. in Isfahan geboren, verbrachte aber seine frühe Jugend in Bagdad. Er soll ein direkter Nachkomme des letzten Kalif der Umayyaden Marwan II. sein. Dementsprechend wurde ihm eine Beziehung zu den umayyadischen Herrschern in Andalusien nachgesagt. Sein späteres Leben verbrachte er an unterschiedlichen Orten, wie z.B. in Aleppo unter der Herrschaft von Saif al-Daulah, dem er sein Buch der Lieder gewidmet hat. Er lebte auch in Ray unter den Buwayhiden sowie an anderen Orten.

Sein bedeutendstes Werk ist das "Buch der Lieder" [kitab al-aghani] eine Sammlung von Gedichten und Liedern, einschließlich der Biographien der Komponisten und ggf. Sänger seit der frühesten Zeit bis ins 9. Jh. n.Chr.. Die Liedertexte wurden zwar auch mit Noten versehen, aber die damaligen Noten sind nicht mehr lesbar bzw. bekannt. Sein Werk gilt als wichtige historische Quelle zumal es auch die Zeit der Unwissenheit mit einschließt.

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