Ali ibn Husain (a.)

Gräber von Imam Hasan (a.), Imam Zain-ul-Abidien (a.), Imam Baqir (a.), Imam Sadiq (a.) und Abbas ibn Abud-ul-Mutallib

Ali ibn Husain (a.) Zain-ul-Abidien

Aussprache: ali ibn husain zain-ul-abidien
arabisch:
علي بن الحسين زين العابدين
persisch: علي بن حسين زين العابدين
englisch:
Ali ibn Hussain (a.) Zayn-ul-Abideen

5.8.38 o. 15.5. - 12.1. o. 25.1.95 n.d.H.
658 - 713 n.Chr.

Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) ist der vierte Imam der Zwölf Imame (a.). Er ist der älteste Sohn Imam Husains (a.) und damit Urenkel des Propheten Muhammad (s.).

Einer seiner vielen Titel ist Imam Sadschad (a.) (der sich Niederwerfende), weil er stundenlang in seine Niederwerfungen vertieft war. Sein weiterer Beiname war Abul-Hasan. Auch Zain-ul-Abidien (a.) (Zier der Diener) ist einer seiner vielen Titel und gleichzeitig der am häufigsten verwendete.

Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) wurde am 5. Schaban im Jahre 38 n.d.H. in Medina geboren, nach manchen Überlieferungen am 15. Dschumada al-Ula bereits 37 n.d.H. oder auch 38 n.d.H.. Seine Mutter war Schahrbanu. Er blieb zwei Jahre bei seinem Großvater Imam Ali (a.), danach bei seinem Onkel Imam Hasan (a.) ca. neun Jahre und bei seinem Vater Imam Husain (a.) elf Jahre. Nach seinem Vater lebte er noch ca. 33 Jahre.

In manchen alten Werken wird er als Ali "Akbar" (der Ältere) bezeichnet. Um aber eine Verwechslung mit Ali Akbar zu vermeiden, hat sich der Name Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) eingeprägt. Scheich Mufid widmet ihm einen ausführlichen Abschnitt in seinem Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad].

Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) konnte aufgrund einer schweren Krankheit in Kerbela am Tag von Aschura nicht mitkämpfen. Da die Soldaten Yazids bereits zwei Söhne Imam Husains (a.) mit Namen Ali ermordet hatten, nämlich Ali Akbar und Ali Asghar, waren sie überzeugt, den Imam (a.) getötet zu haben. Umso erstaunter war Yazid, als der schwer kranke Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) mit den Gefangenen vorgeführt wurde. In seiner Angst wollte er ihn sofort töten lassen, aber als Zaynab (a.) dazwischen sprang, und die Krankheit keine Genesung erwarten ließ, wollte Yazid sich keine Blöße geben und ließ sie ziehen. Imam Zain-ul-Abidien (a.) überlebte und sicherte den Bestand der Zwölf Imame (a.).

Imam Ali Zain-ul-Abidien (a.) verbrachte eine sehr lange Zeit davon in Gefängnissen der umayadischen Kalifen. Da er nicht durch Predigten in der Öffentlichkeit wirken durfte, hat er durch öffentliche Bittgebete gewirkt. Eine ganze Reihe seiner Bittgebete sind zusammengefasst in dem Werk Sahifat-ul-Sadschadiyya. Auch bekannt ist sein Sendschreiben über die Rechte (Risalat al-Huquq).

Er hatte 17 (nach andern 15) Kinder von verschiedenen Frauen, zumeist befreite ehemalige Sklavinnen. Sein Nachfolger wurde sein ältester Sohn Imam Baqir (a.). Er wurde am 25. Muharram 95 n.d.H. (nach anderen am 12. Muharram) Märtyrer in Medina, ermordet von Abdulmalik ibn Marwan.Der Tag seines Martyriums wird in der Islamischen Republik Iran am 25. Muharram begangen.  Er war zu dem Zeitpunkt 57 Jahre alt. Sein Imamat dauerte fast 34 Jahre.

Er wurde auf dem Friedhof Dschannat-ul-Baqi neben seinem Onkel Imam Hasan (a.) bestattet.

Seine 10 Söhne hießen:

  1. Imam Muhammad Baqir (a.)
  2. Sayyid Zaid Schahid
  3. Sayyid Abdullah
  4. Sayyid Ubadullah
  5. Sayyid Hasan
  6. Sayyid Husain-ul-Akbar
  7. Sayyid Ali
  8. Sayyid Umar
  9. Sayyid Husain al-Asghar
  10. Sayyid Abdurrahman

Seine 7 Töchter hießen:

  1. Chadidscha
  2. Fatima
  3. Umm-ul-Banin
  4. Aliya Suliman
  5. Umm Khulsum
  6. Umm-ul-Hasan
  7. Fatima

In der Liste der Kinder gibt es einige Unterschiede zu anderen Auflistungen, die darin begründet sein können, dass einzelne Kinder mehrere Namen haben.

Links zum Thema

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bullet Der verkannte Wohltäter (Gedicht von Friedrich Rückert)
bullet Die Blätter der Niederwerfung (As-Sahifat-us-Sadschadiyya)
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