Banu Amin
Banu Amin

Aussprache: baanuu amiyn
arabisch:
بانو امین
persisch:
بانو امین
englisch: Banu Amin

1886 - 1983 n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Hadschiya Sayida Nusrat Begum Amin, vor allem bekannt als Banu Amin oder Lady Amin war die herausragende Rechtsgelehrte [mudschtahida] am Anfang der Islamische Republik Iran.

Sie ist 1886 als Tochter des Kaufmanns Sayid Muhammad Ali Amin al-Tudscharar al-Isfahani in Isfahan geboren. Sie heiratete ihren Cousin Hadsch Mirza, der auch als Muin al-Tudscharar bekannt ist. Banu Amins Tante väterlicherseits Haschimiya al-Tudschar war selbst Rechtsgelehrte [mudschtahida] unter deren Einfluss sie aufwuchs.

Gleich mehrere Rechtsgelehrte [mudschtahida] haben Banu Amin die Befähigung zur selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] zugesprochen, darunter Abdulkarim Hairi. Sie bisldete zahlreiche Schüler aus und bestätigte ihre Befähigung zur selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] darunter Sayyed Schihab Addin Maraschi. Zudem hat sie ihre eigene Nichte Iffat al-Zaman Amin (1912-1977) ausgebildet, die ihre Befähigung zur selbständigen Rechtsfindung [idschtihad] von Seyyed Mahmoud Haschemi Schahroudi zugesprochen bekam.

Banu Amin schrieb mehrere Bücher über islamische Wissenschaften, darunter eine Auslegung [tafsir] des Heiligen Qur'an in 15 Bänden. Sie gründete eine Ausbildungsstätte in Isfahan im Jahr 1965 die Maktab-e Fatima heißt. Darin haben bios zu ihrem Ableben bereits über 600 Studentinnen verschiedene Gebiete des Islam studiert. Die Einrichtung wurde ab der Gründung bis 1992 vom prominentesten Schüler Banu Amins, Zina al-Sadat Humayuni (geb. 1917) geleitet. Nach 1992 übernahm Hadsch Agha Hasan Imami, ein Verwandter der Humayuni die Leitung.

Banu Amin hatte acht Kinder, von denen aber nur einer sie überlebte (Sayid Muhammad Ali Muin Amin). Sie starb 1982 n.Chr. und wurde am Tacht-e Fulad Friedhof in Isfahan begraben.

Imam Chamene'i würdigte sie als große Philosophin und Theologin sowie für ihren Einsatz für Islam und der islamischen Werte der Frau.

Sie hinterließ ein Testament, aus dem folgende Auszüge stammen:

Im Folgenden die sinngemäße Übersetzung von Passagen aus Ihrem Testament:

Ich empfehle euch Gottesehrfurcht [taqwa] und Frömmigkeit und euch mit allen eueren Kräften und Einsatz Allah - gepriesen und erhaben ist Er - zu widmen. Vergesst Ihn niemals, weder bei Armut und Reichtum noch bei Unversehrtheit und Unheil. Gedenkt Ihn immer mit Herz und Zungen und wendet euch von seinen Befehlen und Verbote nicht ab ... Setzt euch ein für das Wohl der Muslime. In Al-Kafi besagt eine Überlieferung von Imam Sadiq (a.) überliefert von dem Propheten Muhammad (s.): "Derjenige, der unbekümmert über die Angelegenheiten der Muslime aufwacht, ist kein Muslim" und es gibt mehrere Überlieferungen in diesem Sinne.

Wisset, dass niemand die Stufen der Monotheisten (Muwahidin), der (auf Gott) Vertrauenden, der Gütigen und der Gottesfürchtigen erreicht, so lange man nicht schwere Prüfungen übersteht, mühsame Anstrengungen für die Verbesserung seiner Moral aufbringt, seine Seele von Unreinheiten bereinigt bzw. mit Gütigkeiten ausrüstet und ständig Allahs - des Einzigen und des Bezwingers - gedenkt. Nur dadurch wird die Seele des Menschen fähig das Licht [nur] der Erkenntnis und der sicheren Glaubensüberzeugung [yaqin] aufzunehmen und vom Abgrund zu den Höchsten der Hohen Stufen zu steigen [urudsch].

Foto 1982 S. Mohammad Namazi (IQNA)

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