Archäologisches Museum
  Archäologisches Museum Adana

Aussprache:
arabisch:

persisch:
englisch: Adana
Archaeology Museums

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Das Archäologische Museum (türkisch: Arkeoloji Müzesi) Adana ist eines der bedeutendsten Museen der Stadt Adana.

In dem Museum sind historische Werke von Adana und der Region Tschukurowa (Çukurova). Es wurde kurz nach der Gründung der Republik Türkei im Jahre 1924 erbaut und gehört somit zu einem der ältesten zehn Museen der Türkei. Das Museum, dass zunächst mit der Sammlung von Säulen und Sarkophagen der Umgebung im Polizeiamt eröffnet wurde, wurde mit der Ernennung von Alyanakzade Halil Kamil Bey aus Adana zum Direktor und seinen erfolgreichen Arbeiten im Jahre 1928 in der - heute völlig zerfallenen - Medresse der Cafer Paşa Moschee am Taşköprü für den Besucherverkehr geöffnet.

Im Jahre 1950 wurde es in das heutige Ethnographische Museum in Kuruköprü übertragen. Als besondere Exponate gelten die in den Hügelgräben von Tarsus/Gözlükule (1934), Içel/Yumuktepe (1936), Ceyhan/Sirkeli (1938) und Yüreğir/Misis (1958) gefundene Werke. Das Museum ist im Jahre 1972 in das heutige Gebäude umgezogen.

Der Eingang des Museums führt über einen Hof. Hier werden ein Löwentor aus der Zeit der Hettiter, zwei Augustos Statuen, die aus dem Museum Silifke/Taşucu und Uzuncaburç hergebracht wurden, reichbekranzte Sarkophage, Tonkrüge, Katapultkugeln, Inschriften und Altare ausgestellt.

Im unterster Stockwerk befindet sich der Saal der Steinwerke. Der Sarkophag aus Marmor, auf dem die Troja Kriege beschrieben werden, stammt aus Tarsus. Er ist unter dem Namen Akhilleus Sarkophag bekannt. Zu den Exponaten des Saales zählen anderem der Sarkophag mit der Medusa aus der antiken Stadt Augusta, welche nun im Seyhan Staudamm See liegt, und die menschengroße Karataş Bronze-Statue aus der antiken Stadt Karataş/Magarsus.

Der Saal der chronologischen Werke beinhaltet Werke der in Çukurova gegründeten Zivilisationen der ersten Epochen bis zur Zeit der Osmanen. Unter den ausgestellten Exponaten befinden sich Opfergegenstände, Gefäße, Öllämpchen, Figuren von Göttern, Göttinnen, Menschen und Tieren. Das in Adana/Tepebağ gefundene Mosaik der Leier spielenden Orpheus befindet sich ebenfalls in diesem Saal.

Im Saal der regionalen Werke werden jene Werke ausgestellt, die das Adana Museum durch Ausgrabungen oder Hinzukäufe erworben hat, wozu Glasbehälter in den verschiedensten Formen, Kacheln aus der Zeit der Seldschuken und Siegel verschiedener Zivilisationen gehören.

Im Saal der Münzen, Siegel und Juwelen befinden sich Münzen und Schmuckstücke der späten Lydia Zeit, in der erstmals Geld zur Verwendung kam. Weitere Schätze, die in den Kreisstädten von Adana ausgegraben wurden, werden in diesem Saal ausgestellt, darunter eine Bergkristall Statuette aus der Epoche des Hettitischen Imperiums.

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