Arqam
  Arqam ibn Abul-Arqam

Aussprache: al-arqam ibn abiy al arqaam
arabisch:
الأرقم بن أبي الأرقم
persisch:
englisch:
al-Arqam ibn Abi-'l-Arkam

ca. -26 - 54 oder 55 n.d.H.
ca. 595 - 674 oder 675 n.Chr.

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Arqam ibn Abul-Arqam war einer der ersten Gefährten des Propheten Muhammad (s.) und bekannt dafür, dass er in der Anfangszeit sein Haus den sich ersten treffenden Muslimen zur Verfügung gestellt hat. Sein Beiname war Abu Abdullah.

Arqam entstammte den Banu Machzhum. Sein Vater war Abul Arkam bzw. Abd Manaf ibn Asad (Abu Dschundub) ibn Abdullah.

Sein Haus stand am Hügel Saffa, in dem er Prophet Muhammad (s.) und dessen ersten Gefährten Zuflucht vor den Polytheisten unter den Quraisch und einen ersten Versammlungsort gewährte.

Der Historiograph Ibn Sad differenziert bei der Nennung der ersten Muslime zwischen denjenigen, die vor bzw. während Prophet Muhammads (s.) Aufenthalt im "Haus al-Arqam" [dar al-arqam] den Islam annahmen. Arqams Haus wurde auch "Haus des Islams" [dar al-islam] genannt, eine Bezeichnung, die später im Dar-ul-Islam-Konzept für ganz andere Zwecke missbraucht wurde. Arqam übertrug das Haus auf seine Nachkommen und erklärte es in seiner Schenkungsurkunde zur heiligen Stätte innerhalb des Gebiets der Geweihten Moschee [masdschid-ul-haram].

Bis in die Regierungszeit von Mansur blieb das Haus im Familienbesitz. Mansur zwang die Arkamiden, es ihm zu verkaufen. Die geschichtsträchtige Stätte ist dann durch dessen Sohn, den späteren Kalifen Mahdi ibn Mansur auf seine Ehefrau Chayzuran, der Mutter von Harun al-Raschid, übertragen worden, worauf es dann Haus der Chayzuran genannt wurde. Das Haus ist heute noch unter diesem Namen bekannt.

Arqam nahm an der Auswanderung nach Medina teil und bewohnte dort ein Haus der Banu Zuraik. Jenes Haus wurde später ebenfalls unter dem Namen "Haus des Arqam" bekannt gemacht. Bei der Verbrüderung wurde ihm Zaid ibn Thabit zugewiesen.

Als bei der Schlacht von Badr, an der er teil nahm, die Muslime das Familienschwert der Banu Machzhum erobert haben, erbat er es für sich.

In späteren Lebensverlauf verliert sich allerdings seine Spur, so dass nicht einmal das Datum seines Ablebens bekannt ist. Er soll über 80 Jahre alt gewesen sein. Zum Vorbeter bei seinem Ritualgebet für Verstorbene bestimmte er testamentarisch Saad ibn Abi Waqqas.

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