Babur
  Babur

Aussprache: baabur
arabisch:
بابر
persisch:
بابر
englisch: Babur

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Zahir ud-Din Muhammad Babur, bekannt als Babur, war Herrscher in Asien Ende des 15. Jh. n.Chr. und gilt als Begründer des Mogulreiches in Indien.

Babur war ursprünglich ein Kleinfürst der Timuriden aus dem Ferganatal, der nach dem Tod seines Vaters Omar Scheich 1493 dessen Erbe antrat. In 1494 starb Sultan Ahmad Mirza und mehrere Timuriden stritten sich um die Herrschaft verschiedener Regionen. Während dieses Machtvakuums eroberte der junge Mohammed Babur 1497 im Alter von 14 Jahren Samarkand, konnte es aber nicht halten. Er hatte zunächst keinen Rückhalt bei seiner Verwandtschaft.

Streitigkeiten seiner Gegner führten dazu, dass er Samarkand ein zweites Mal erobern konnte aber dann wieder besiegt wurde. Er konnte sich in der Folge nur durch Verhandlungen aus der Stadt retten (1500–1501). 1506 starb mit Husain Baiqara in Herat der letzte bedeutende Timuride, so dass die Macht seines Gegners Mohammed Scheibanis fast unanfechtbar wurde. Erst nach dessen Tod 1510 n.Chr. konnte Babur mit Unterstützung der Safawiden 1511 erneut Samarkand einnehmen. Aber das Volk wendete sich wegen der mörderischen Truppen von ihm ab. In der Schlacht von Gadschdiwan bei Buchara siegten so 1512 die Usbeken unter dem Reitergeneral Jani Beg (einem Vetter Scheibanis). Mohammed Babur zog damit endgültig nach Süden, ins Gebiet des heutigen Afghanistan sowie weiter nach Indien. Er machte Kabul zu seiner neuen Hauptstadt und führte von hier aus kleinere Feldzüge, unter anderem gegen das Sultanat von Delhi. Der damalige Sultan von Delhi, Ibrahim Lodi (regierte 1517–26 n.Chr.), fiel durch unterschiedslose, maßlose Strenge auf und so konspirierten bald einige seiner Großen (z. B. Daulat Khan, Statthalter im Panjab) mit Babur. Schließlich erlangte er in der Schlacht von Panipat im April 1526 einen Sieg über Ibrahim Lodi, der in der Schlacht fiel. Babur besetzte Delhi und Agra und gründete dort das Mogulreich.

Kurz darauf musste diese Position noch durch einen Sieg über Rana Sangram Singh von Mewar (regierte 1509–1527), den Ranghöchsten der Rajputen bei Khanwa abgesichert werden (März 1527: 15.000 gegen 201.000 Rajputen). Auch hierbei trugen die Artillerie und Reiterei der Mogulen den Sieg davon. Der Rana wurde dabei schwerverwundet und wenig später vergiftet.

In seinen letzten drei Lebensjahren bemühte sich Babur um die Konsolidierung seiner Macht in Indien. Am 26.12.1530 starb er in Agra und wurde für einige Jahre dort begraben. Sein Mausoleum befindet sich heute in seiner Lieblingsstadt Kabul, inmitten einer (bis heute) prächtigen Gartenanlage.

Babur hinterließ auch eine Autobiographie, das sogenannte Baburname. Diese ist in Tschagataisch geschrieben und hat heute auch linguistische Bedeutung. Anders als damals üblich enthält das Baburnama weder eine religiöse noch eine sonstige Einleitung oder eine Darstellung der vorangegangenen Reiche. Es ist chronologisch geordnet und sehr detailliert, gerade auch in der Darstellung der einzelnen Akteure.

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