Bani-Mustaliq
Bani-Mustaliq-Expedition

Aussprache: ghazwatu baniyl mußtaliq
arabisch:
غزوة بني المصطلق
persisch:
غزوهٔ بنی‌مصطلق
englisch:
The Expedition of Banu al-Mustaliq

19. Schaban 5 n.d.H. 13.1.627 n.Chr.

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Die Bani-Mustaliq-Expedition, die auch Expedition al-Muraysi genannt wird, war ein Verteidigungskrieg des Propheten Muhammad (s.) gegen den Stamm Banu al-Mustaliq.

Gemäß Überlieferungen [hadith] fand er bei der Wasserstelle al-Muraysi statt, woher der Zweitname stammt. Als Anlass wird berichtet, dass der Stammesführer des jüdischen Stammes Bani-Mustaliq namens al-Harith ibn Abi Dhirar Kräfte gegen Medina gesammelt und in Bewegung versetzt habe. Die Muslime siegten und Angehörige des Stammes wurden gefangen genommen.

Besonders bekannt ist das Ereignis wegen seiner Folgen: Dschuwayriya bint al-Harith, die Tochter des Stammesführers, geriet in Gefangenschaft und heiratete später Prophet Muhammad (s.). Daraufhin wurden sämtliche Gefangenen der Banu Mustaliq frei gelassen und ihr gesamter Besitz zurückgegeben. Der Stamm konvertierte zum Islam.

Auf dem Rückweg kam es zu Spannungen zwischen den Auswanderern und Helfern [ansar]. Anlass war zunächst ein alltäglicher Streit um Wasser am Brunnen von al-Muraysi. Ein Mann aus dem Umfeld der Auswanderer – meist als Dschahdschah ibn Masud genannt – geriet mit Sinan ibn Wabr al-Dschuhani von den Helfern [ansar] beim Wasserschöpfen aneinander. Dabei soll Dschahdschah ibn Masud den Sinan geschlagen oder getreten haben. Daraufhin rief Sinan: „O Ansar!“, während Dschahdschah „O Muhadschirun!“ rief. Aus einem persönlichen Streit drohte dadurch ein Lagerkonflikt entlang alter Stammes- und Gruppenzugehörigkeiten zu werden. Prophet Muhammad (s.) verurteilte diese Rufe als Rückfall in die Zeit der Unwissenheit, also in vorislamische gruppenbezogene Parteinahme, und forderte, die Sache ruhen zu lassen. Die Spannungen wurden anschließend von Abdullah ibn Ubay politisch verschärft. Traditionell wird auch der Beginn des Ifk-Ereignisses, mit der Rückkehr von diesem Feldzug verbunden.

Die Datierung ist nicht völlig einheitlich. Häufig wird 19. Schaban 5 n.d.H. (13.1.627 n.Chr.) genannt.

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