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Die Bani-Mustaliq-Expedition, die auch Expedition al-Muraysi
genannt wird, war ein Verteidigungskrieg des
Propheten Muhammad (s.) gegen den Stamm Banu al-Mustaliq.
Gemäß
Überlieferungen [hadith] fand er bei der Wasserstelle
al-Muraysi statt, woher der Zweitname stammt. Als Anlass wird
berichtet, dass der Stammesführer des jüdischen Stammes
Bani-Mustaliq namens al-Harith ibn Abi Dhirar Kräfte gegen
Medina
gesammelt und in Bewegung versetzt habe. Die
Muslime siegten und Angehörige des Stammes wurden gefangen
genommen.
Besonders bekannt ist das Ereignis wegen seiner Folgen:
Dschuwayriya bint al-Harith, die Tochter des
Stammesführers, geriet in Gefangenschaft und heiratete später
Prophet Muhammad (s.). Daraufhin wurden sämtliche
Gefangenen der Banu Mustaliq frei gelassen und ihr gesamter
Besitz zurückgegeben. Der Stamm konvertierte zum
Islam.
Auf dem Rückweg kam es zu Spannungen zwischen den
Auswanderern und
Helfern [ansar]. Anlass war zunächst ein
alltäglicher Streit um Wasser am Brunnen von
al-Muraysi. Ein Mann aus dem Umfeld der
Auswanderer – meist als
Dschahdschah ibn Masud genannt – geriet mit
Sinan ibn Wabr
al-Dschuhani
von den
Helfern [ansar] beim Wasserschöpfen aneinander. Dabei soll
Dschahdschah ibn Masud den
Sinan
geschlagen oder getreten haben. Daraufhin
rief
Sinan:
„O Ansar!“, während
Dschahdschah
„O Muhadschirun!“ rief. Aus einem persönlichen Streit
drohte dadurch ein Lagerkonflikt entlang alter Stammes- und
Gruppenzugehörigkeiten zu werden.
Prophet Muhammad (s.) verurteilte diese Rufe als Rückfall
in die
Zeit der Unwissenheit, also in vorislamische
gruppenbezogene Parteinahme, und forderte, die Sache ruhen zu
lassen. Die Spannungen wurden anschließend von
Abdullah ibn Ubay politisch verschärft. Traditionell wird
auch der Beginn des
Ifk-Ereignisses, mit der Rückkehr von diesem Feldzug
verbunden.
Die Datierung ist nicht völlig einheitlich. Häufig wird 19.
Schaban 5
n.d.H. (13.1.627 n.Chr.) genannt.