Banu Schaiba
  Banu Schaiba - Schaibiyun

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Banu Shaiba, Shaybiyun

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Die Banu Schaiba bzw. Schaibiyun waren bereits in der Zeit der Unwissenheit als Hanifen Diener der Kaaba und verwalteten den Schlüssel, was sie später fortsetzten.

Der Name geht auf Abdulmuttalib zurück der Schaiba ibn Haschim hieß. Da es sich um Monotheisten handelte machten sich die Quraisch zumeist über sie lustig. So stand fest, an welchen Tagen sie die Tür der Kaaba öffnen durften. Es wurde ihnen vorgeworfen, dass sie die Gläubigen nur gegen Entgelt einließen. Die Quraisch führten die verächtlich machende Redensart ein, dass wenn man einen Schaibiyun Lächeln sehe, man dann sage: "Man scheint heute die Kaaba geöffnet zu haben". Dabei war die eigentliche Einnahmequelle der Schaibiyun der Verkauf von Läppchen der Kiswa, der jedes Jahr durch ihre Fürsorge ersetzt wurde.

Diese verschiedenen Befugnisse der Shaibiyun bildenten ein allgemein anerkanntes Gewohnheitsrecht, über welches besonders die Berichte von Reisenden Einzelheiten boten. Dieses Gewohnheitsrecht ist bereit bei Ibn Hischam beschrieben. Die Schaibiyun waren es auch, die den Schlüssel der Kaaba nach der Befreiung Mekkas an Prophet Muhammad (s.) übergaben.

Zuweilen wird als Namensgeber auch ein Schaiba ibn Utman ibn Abu Talha genannt, aber das erscheint eher als Erfindung, um den vorislamischen monotheistischen Charakter von Abdulmuttalib zu schwächen.

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