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Der Basler Koran, auch bekannt als der Codex Basiliensis A.N.
IV.4, ist eine der ältesten erhaltenen Handschriften des
Heiligen Quran.
Er wird in der Universitätsbibliothek Basel aufbewahrt und
stammt aus dem 13. Jh. n.Chr. Als Ursprungsland wird
Ägypten oder
Syrien
vermutet. Die Handschrift wurde 1437 aus
Konstantinopel, also noch vor der Eroberung durch die
Osmanen unter Sultan
Fatih Sultan Mehmed im Jahr 1453 n.Chr., ans Basler Konzil
gebracht.
Die Handschrift gilt als besonders wertvoll für die
europäische Forschung zur Textgeschichte des
Heiligen Quran, da sie Einblicke in die frühe Phase der
schriftlichen Fixierung des
Heiligen Quran bietet. Der Basler Koran ist in der
Kufischen Schrift geschrieben.
Die Universitätsbibliothek Basel verwahrt diese Handschrift
und macht sie für Forschungszwecke zugänglich, unter anderem
im Historischen Museum Basel. Von Zeit zu Zeit wird sie auch
auf Austellungen gezeigt.
Zuweilen wird angegeben, dass diese Handschrift
Theodor Bibliander bei der Vorbereitung seiner
lateinischen Übersetzung des
Heiligen Quran diente, die 1543 in Basel von Hans
Herbster (1464–1550) gedruckt wurde. Tatsächlich aber hat
Bibliander nicht aus dem
Arabischen übersetzt, sondern lediglich eine lateinischen
Übersetzung, die zuvor erstellt worden ist, überarbeitet.
Zuweilen wird daraufhin auch der erste jemals gedruckte
Quran-Übersetzung als Basler Quran bezeichnet, weil er in
Basel gedruckt worden ist.