Batu Chan
  Batu Chan

Aussprache: baatuu chaan
arabisch:
باتو خان
persisch:
باتو خان
englisch:
Batu Khan

1205 - 1255 n.Chr.

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Batu Chan, auch bekannt als Batu ibn Yuchi (Jochi), war ein Prinz der Mongolen und Enkel Dchingis Chans. Er war Kommandeur der Goldenen Horde.

Batu Chan hatte mehrere Brüder (daruter Orda, Berke Chan und Schibani). Mit seiner ersten Ehefrau Burakchin Chatun hatte er die Söhne Sartaq Chan, Ulaqchi, Andewan und Toqoqan.

Als Kommandeur der gefürchteten Goldenen Horde besiegte er 1236 n.Chr. die Wolgabulgaren und nahmen die Region ein. 1238 folgte ein Sieg über den russischen Großfürsten Jurij II. von Wladimir-Susdal. Er führte seine Truppen bis nach Kiew (1240). Im Jahr darauf folgten die Eroberungen von  Krakau und Sandomir. Am 9. April 1241 schlugen seine Truppen in der Schlacht bei Wahlstatt unter Baidar (Peta) ein vereinigtes deutsch-polnisches Ritterheer unter Führung von Herzog Heinrich dem Frommen von Schlesien. Sie drangen bis nach Wien vor, mussten dann aber aufgrund des Todes des Großchans Ugedai abkehren um die nachfolgenden Thronstreitigkeiten zu beeinflussen. Auf dem Rückweg begründete Batu Chan im Wolgagebiet die sogenannte Blaue Horde.

Batu starb 1255 n.Chr. und als Nachfolger wurden seine Söhne Sartaq und Ulaqchi eingesetzt. Kurze Zeit später konnte deren Onkel, Berke Chan, der den Islam angenommen hatte, die Macht übernehmen.

Die von ihm gegründete Dynastie wird zuweilen auch Batuiden genannt.

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