Mehmet Baydar
Mehmet Baydar

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1924 - 27.1.1973 n.Chr.

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Mehmet Baydar war ein türkischer Diplomat, der 1973 von dem armenischen Terroristen Gourgen Yanikian in Santa Barbara (Kalifornien) ermordet worden ist.

Er wurde 1924 in Istanbul geboren. Nachdem er das Robert College und die Law School der Universität Istanbul absolviert hatte, studierte er am Institut d'Etudes Politiques de Paris der Universität Paris. 1950 trat er in den Dienst des Außenministeriums ein.

Nach einem Jahr in der Wirtschaftsabteilung wurde er in die neu eingerichtete NATO-Abteilung des Ministeriums berufen. 1960 wurde er zum Chefsekretär der türkischen Botschaft in Washington DC, USA, ernannt. 1966 kehrte er nach Ankara zurück, um in der CENTO-Abteilung zu arbeiten. 1972 wurde er Chefkonsul in Los Angeles (Kalifornien).

Am 27. Januar 1973 traf sich der 77-jährige Gourgen Yanikian unter dem Pseudonym eines iranischen Mannes namens Yaniki im Biltmore Hotel in Santa Barbara mit dem Generalkonsul Mehmet Baydar und Bahadir Demir und versprach, eine Banknote zu überreichen und ein Gemälde, das mehr als ein Jahrhundert zuvor aus dem osmanischen Palast in die Türkei gestohlen worden sei. Als die drei Männer begannen, sich beim Mittagessen zu unterhalten, enthüllte Yanikian ihnen, dass er nicht Iraner, sondern Armenier und Überlebender des Konflikts der Osmanen mit den Armeniern. Yanikian zog dann eine Luger-Pistole und leerte das Magazin auf die beiden. Er traf sie an den Schultern und in der Brust, wobei keine der Wunden tödlich gewesen sein sollen. Als Baydar und Demir auf dem Boden lagen, zog Yanikian eine Browning-Pistole und feuerte zwei Schuss in den Kopf eines jeden Mannes, was einer Hinrichtung glich.

Keiner der beiden ermordeten Männer war zu der Zeit des Konflikts der Osmanen mit den Armeniern schon geboren. Beide wurden in die Türkei überführt und gemeinsam auf dem Zincirlikuyu-Friedhof beigesetzt. Baydar hinterließ eine Ehefrau und zwei Töchter.

Ein Gymnasium in Istanbul und eine Straße in Ankara sind nach Mehmet Baydar benannt.

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