Bekenntnisverlesung
Bekenntnisverlesung [taschahhud]

Aussprache: taschahhud
arabisch:
تشهد
persisch:
تشهد
englisch: Commitment recitation

Bild: Imam Chamene'i bei der Bekenntnisverlesung.

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Die Bekenntnisverlesung ist eine der Stellungen im Ritualgebet. Der Muslim sitzt bei dieser Stellung auf seinen Knien mit den Händen auf den Oberschenkeln.

Das Gewicht des Körpers wird auf das linke Bein verlagert. Der rechte Fuß liegt auf dem linken oder unterstützt das Gewicht des Körpers auf die linke Seite zu verlagern. Gemäß manchen sunnitischen Rechtsschulen "drückt" der rechte Fuß mit angewinkelten Zehen gegen den Boden.

Während dieser Stellung wird unter anderem das Glaubensbekenntnis des Islam verlesen, woher die Stellung ihren Namen hat. Zudem wird ein Gruß an den Propheten Muhammad (s.) und seine Ahl-ul-Bait verlesen, was ein unabdingbarer Bestandteil des Ritualgebets ist.

In der dschafaritischen Form der Bekenntnisverlesung wird folgende Variante des Glaubensbekenntnisses bei der Bekenntnisverlesung [taschahhud] im Ritualgebet rezitiert:

"Ich bezeuge: Es gibt keinen Gott außer Allah, Er ist Einzig und nichts ist ihm gleich, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist."

[aschhadu a(n) la-ilaha-ill-allah, wahdahu la scharika la, wa aschhadu anna muhammadan abduhu wa rasuluhu]

Die Besonderheit dieser Variante besteht in der Tatsache, dass der Höchste aller Geschöpfe, Prophet Muhammad (s.) zuerst als Diener und dann erst als Gesandter [nabi] vorgestellt wird, denn nur die Stellung eines (idealen) Gottesdieners führt zum Prophetentum. Bei manchen anderen Rechtsschulen kann es geringfügige Abweichungen bzw. Ergänzungen geben.

Die Stellung der Bekenntnisverlesung selbst gilt als Symbol der Auferstehung, da sie im Anschluss an die zwei Niederwerfungen erfolgt, den Symbolen der Erschaffung des Menschen aus Erde und seine Rückkehr zu Erde.

Die Bekenntnisverlesung erfolgt jeweils am Ende des zweiten Gebetsabschnitts und beim letzten Gebetsabschnitt. Bei letzten Gebetsabschnitt endet sie Stellung mit dem Abschlussgruß [salam].

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