Bileam
  Bileam

Aussprache: bal-a'am ibn ba-'uraa
arabisch:
بلعم بن باعوراء
persisch:
بلعم باعورا
englisch: Balaam

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Bileam der Sohn des Beor, bzw. Balaam ibn Baura, wie er im Arabischen heißt, ist eine altbiblische Gestalt, die auch im Islam erwähnt wird.

Bileam wird in der Bibel als ein am Euphrat wohnender Prophet vorgestellt, der in einen gewissen Disput mit Gott gerät darüber, ob die Israeliten zu verfluchen oder zu segnen sind. Solch ein Disput zwischen Gott und Seinem Propheten widerspricht im Islam sowohl dem Gottesbild als auch dem Prophetenbild, so dass die islamische Überlieferung über Bileam von derjenigen, in der Bibel abweicht.

Bileam wird zwar im Heiligen Qur'an nicht explizit erwähnt. Aber es gibt in den Überlieferungen Hinweise, dass bestimmte Verse auf ihn verweisen sollen.

Und rezitiere ihnen die Geschichte dessen, dem wir unsere Zeichen zukommen ließen, dann sind sie ihnen entzogen; dann ist der Satan ihm gefolgt, und er wurde einer der Irregegangenen. Und hätten wir gewollt, hätten wir ihn dadurch erhöht; aber bedauerlicherweise ist er der Erde verbleibensgeneigt und befolgt seine eigene Neigung. Er gleicht daher einem Hunde: Falls du ihm aufträgst, so hängt er seine Zunge heraus; oder verlässt du ihn, so hechelt er. Gerade so ergeht es Leuten, die unsere Zeichen leugnen. Darum erzähle die Geschichten, auf dass sie sich besinnen mögen. (Heiliger Qur'an 7:175-176)

Bileam soll ein Kanaaniter gewesen sein, der Kenntnis über einige heilige Bücher hatte. Sein Volk bat ihn Moses (a.) zu Moses verfluchen, aber er weigerte sich. Als die Juden ihn weiterhin drängten, verfluchte er sie. Allerdings wich er später von seinem Weg ab und wollte Moses (a.) verfluchen, worauf seine Zunge herunterhing wie bei einem Hund. So ist es nachzulesen im Tarich Tabari. Allerdings gibt es verschiedene Versionen der Geschichte, so dass nur die Grundzüge übereinstimmend sind.

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