Borudscherdi
Sayyid Husain Borudscherdi

Aussprache: husain borudscherdii
arabisch:
آیت الله العظمی حسین بروجردی
persisch:
آیت الله العظمی حسین بروجردی
englisch:
Seyyed Husayn Borujerdi

1875 - 1962 n.Chr.

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Ayatollah Sayyid Muhammad Husain Borudscherdi war ein Großayatollah im Iran. Er wurde 1875 n.Chr. in der Stadt Borudscherd in der Provinz Lorestan geboren, daher der Name "Borudscherdi" (aus Bourdscherd).

In seiner Jugend studierte er unter den islamischen Größen wie Mullah Chorasani und Aqa Zia Iraqi, wobei er sich auf die islamische Rechtswissenschaft spezialisierte. Er legte großen Wert darauf seine eigenen Aussagen mit Belegen der Ahl-ul-Bait (a.) zu untermauern. Er hatte einen großen Einfluss auf seine Schüler Ayatollah Morteza Motahhari oder Ayatollah Scheich Husain Muntadhar. An der Errichtung der Imam Ali Moschee in Hamburg ist er indirekt dadurch beteiligt, dass er den Gründer, Hudschat-ul-Islam Mohagheghi dorthin entsandte.

Ayatollah Borudscherdi hat ab 1945 n.Chr. die Religions-Hochschule in Qum zu neuem Ruhm geführt, nachdem durch das Ableben des früheren Leiters Scheich Abdul Karim Hairi 1937 n.Chr eine Lücke in der Lehre entstanden war, die schwer zu schließen gelang. Als dann auch noch Sayyid Abul Hasan Isfahani im Folgejahr starb akzeptierten die meisten Schiiten Ayatollah Boruscherdi als Vorbild der Nachahmung.

Er gilt als einer der renommiertesten neuzeitlichen Gelehrten, die einen Blick weit über den Iran und Irak wagte und sich für die Einheit der Muslime einsetzte. Neben der bereits erwähnten Entsendung seines Vertreters nach Hamburg, sandte er  Agha-e-Schariat nach Karatschi, al-Faqihi nach Medina und Sayyid Musa as-Sadr in den Libanon.

Er etablierte gute Beziehungen zu  Scheich Mahmud Schaltut dem Rektor der Al-Azhar-Universität in Kairo. Gemeinsam eröffneten sie das "Haus zur Annäherung der Rechtsschulen" in Kairo Scheich Mahmud Schaltut veröffentlichte sein berühmtes Rechtsurteil [fatwa], dass die Schia als gleichwertige Rechtsschule anerkannte.

Ayatollah Borudscherdi hat in passiver Form das Schah-Regime der Pahlavis abgelehnt, da dieser Unmoral in der Gesellschaft verbreitete.

Ayatollah Borudscherdi starb am 19. März 1962 in Qum und ist dort in einem Schrein mit angeschlossener Moschee begraben.

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