Carls Brockelmann
Carl Brockelmann

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Carl Brockelmann

17.9.1868 - 6.5.1956

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Carl Brockelmann wird in Deutschland als einer der bedeutendsten Orientalisten im 20. Jh. bezeichnet.

Er ist am 17. September 1868 in Rostock geboren und verbrachte seine Jungend in der Heimatstadt. Dort studierte er zunächst auch, bis er mit einem Stipendium in Breslau weiterstudieren konnte. 1888 wechselte er nach Straßburg, wo unter anderem Nöldeke sein Lehrer war. Im gleichen Jahr legte er sein Staatsexamen ab. Im Anschluss arbeitet er zunächst als Hilfslehrer am Protestantischen Gymnasium in Straßburg. Zu seinen Schüler gehörten unter anderem die Söhne der Familie Oppenheimer.

1893 wurde Brockelmann Privatdozent an der Universität Breslau und 1900 wurde er Außerordentlicher Professor an der Universität Berlin. 1903 erhielt er den Ruf zum Ordentlichen Professor in Königsberg. 1910 wechselte er nach Breslau und kam 1922 wieder zurück an die Universität Berlin. Im Jahr darauf ging es wieder nach Breslau, wo er 1936 emeritiert wurde. Seine letzten Jahre verbrachte er in Halle, wo er noch bis zu seinem 88. Lebensjahr gelehrt hat. Dabei hat er sich unter anderem auch intensiv mit der Geschichte von Aschura beschäftigt. Eine seiner Aussagen diesbezüglich hing als Plakat im Jahr 2016 in Kerbela in der Nähe des Imam Husain Schreins, wobei sein Name allerdings falsch geschrieben worden ist (siehe Foto unten).

Er war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der DIN-Norm DIN 31635 (Umschrift des arabischen Alphabets), die auf der Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) beruht, die ebenfalls er selbst zusammen mit Hans Wehr vorbereitet hatte.

Zu seinen Werken zählen:

bulletGeschichte der arabischen Literatur. Zweite den Supplementbänden angepasste Auflage. Brill, Leiden 1943. Supplementbände I-III. Brill, Leiden 1937-1942 n.Chr.
bulletGeschichte der christlichen Literaturen des Orients, 2. Aufl. Leipzig 1909
bulletGrundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen, Bd. 1-2, 1908/1913
bulletSemitische Sprachwissenschaft, 2. Aufl. 1916
bulletLexicon Syriacum, 2. Aufl. Halle 1928
bulletSyrische Grammatik, Leipzig 1938
bulletOsttürkische Grammatik der islamischen Literatur-Sprachen Mittelasiens, Leiden 1954
bulletHebräische Syntax. 1956
bulletArabische Grammatik, Berlin 1904, zahlreiche Neuauflagen, darunter Leipzig 1960. Das buch wurde später von Albert Socin neu bearbeitet)

Er starb am 6. Mai 1956 in Halle (Saale).

Foto Islamischer Weg e.V. (2016)

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