Burton
Richard Francis Burton

Aussprache:
arabisch:
ريتشارد فرانسيس برتون
persisch:
ریچارد فرانسیس برتون
englisch:
Richard Francis Burton

19.3.1821 - 19.10.1890

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Sir Richard Francis Burton war ein britischer Orientalist, der als Nichtmuslim sich in Mekka und Medina eingeschlichen hat.

Seine Mutter hieß Martha, sein Vater Generalleutnant Joseph Netterville Burton und er hatte zwei Geschwister, Maria Katherine Elizabeth und Edward Joseph Netterville, beide jünger als er. Seine Schulausbildung erhielt er durch Hauslehrer, wobei er sehr sprachbegabt war.

Ab Herbst 1840 studierte er an dem Trinity College in Oxford, wo er unter anderem Arabisch lernte. 1842 wurde er wegen eines Regelverstoßes von dem College ausgeschlossen und trat im Oktober 1842 als Offizier in das 18. Regiment der Bombay Native Infantry der Britischen Ostindien-Kompanie ein. In dieser Funktion erlernte er in den folgenden sieben Jahren Hindustani, Gujarati, Sindhi, Panjabi, Marathi und Persisch. 1849 ließ er sich beurlauben, kehrte nach Europa zurück und lebte dann einige Jahre in Ägypten. Im April 1853 reiste er von Kairo aus als muslimischer Pilger verkleidet nach Mekka und Medina, was für Nichtmuslime absolut verboten ist. Daraufhin schrieb er das Buch "Meine Wallfahrt nach Medina und Mekka", dessen deutsche Übersetzung 1930 in Berlin bei Ullstein gedruckt wurde.

Es folgten Reisen nach Somalia, Sansibar und Kamerun. Später arbeitete er als britischer Konsul in Fernando Poo (1861–1865), Santos (1865–1869), Damaskus (1869–1871) und Triest (1871–1890), wo er am 20. Oktobers 1890 an den Folgen eines Herzinfarkts starb. Burton liegt unter einem marmornen, arabisch nachempfundenen, Beduinenzelt mit Glasfenster an einer Seite auf dem katholischen Friedhof von Mortlake nahe Kew Gardens/Ealing im südwestlichen Teil von London begraben. Seine Frau Isabel Arundell, die er 1861 geheiratet hatte, hatte bewirkt, dass Burton die Sterbesakramente von einem Priester erhielt, obwohl er nicht der katholischen Kirche angehörte. Sie wurde später neben ihm begraben.

Er hat zahlreiche Werke mit Bezug zum Islam geschrieben oder übersetzt. Von ihm stammt auch eine Übersetzung der Märchen von 1001 Nacht ins Englische, worin er auch erstmalig für die Westliche Welt das Dschafr-Buch erläutert.

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