Dalail al-Chayrat
Dalail al-Chayrat

Aussprache: dalaail-ul-chyraat
arabisch:
دلائل الخيرات
persisch:
دلایل الخیرات
englisch:
Dala'il al-Khayrat

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Dalail al-Chayrat ist eine berühmte Sammlung von Gebeten für Prophet Muhammad (s.), die von Dschazuli im 15. Jh. n.Chr. geschrieben worden ist.

Der vollständige Name des Werkes ist: "Dalail al-Chayrat wa Schawariq al-Anwar fiy Zikris Salat ala-Nabiyyi'l Muchtar" (Die Wegmarken der Vorzüge und der brillante Lichtschein in der Lobpreisverlesung des Betens auf den auserwählten Propheten). Es ist in Teilen der islamischen Welt, insbesondere in Nordafrika, der Türkei, dem Kaukasus und Südasien beliebt und ist in Abschnitte für die tägliche Rezitation unterteilt. Es gilt als die größte Sammlung von Segnungs-Bittgebeten [salawat] in verschiedenen Abwandlungen.

Der Legende nach ist Dschazuli einmal spät zu seinem Morgengebet [salat-ul-subh, salat-ul-fadschr] erwacht und hat in aller Eile vergeblich nach reinem Wasser gesucht für die rituelle Waschung [wudhu]. Inmitten seiner Suche traf er ein junges Mädchen, das Dschazulis Berühmtheit kannte. Sie war verwundert darüber, warum Dschazuli kein reines Wasser finden konnte. Das Mädchen spuckte dann in einen Brunnen, der auf wundersame Weise mit reinem süßen Wasser für Dschazuli überlief und er seine rituelle Waschung [wudhu] durchführen konnte. Nach dem Ritualgebet fragte Dschazuli nach der Methode, mit der das Mädchen eine so hohe geistige Stufe erreicht hatte. Das Mädchen antwortete, es sei einfach durch beständige Segnungs-Bittgebete [salawat]. Darauf beschloss Dschazuli sein Werk zu schreiben als Sammlung aller Segnungs-Bittgebete [salawat], die ALLAH bitten, Prophet Muhammad (s.) und seine Ahl-ul-Bait (a.) zu segnen und ihnen Gnade zu erweisen.

Dschazuli zog mit seinem Werk nach Medina, wo er den ganzen Dala'il al-Chayrat zweimal täglich im Grab des Propheten Muhammad (s.) rezitiert haben soll. Viele Exegesen wurden auf dem Dalail Chayrat geschrieben. Die Osmanen haben mehrere künstlerisch gestaltete Exemplare mit Illustrationen in Auftrag gegeben. Im Sakip Sabanci Museum (Sakıp Sabancı Müzesi) ist ein Exemplar aus dem 17. Jh. n.Chr. von Ibrahim Naimi illustriert ausgestellt, in dem Zeichnungen von Mekka und Medina bestehen (siehe Foto).

Foto Y. Özoguz (2016)

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