Dawsa
  Dawsa, Dausa, Dosa

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Dawsa (mit Füßen Treten) war eine Zeremonie von einigen Sufis in Ägypten zu besonderen Anlässen, wie z.B. zum Geburtstag des Propheten Muhammad (s.).

Die Anhänger des Scheichs eines Ordens [tariqa] legten sich am helllichten Tag eng gedrängt in eine Reihe auf den Boden, worauf der Scheich mit einem Pferd oder Esel über die am Boden liegenden geritten ist. Durch ein angeblich dem Orden anhaftendes Wunder soll dabei niemand verletzt worden sein.

Tatsächlich aber geht der Ritus wohl auf die Zeit der Pharaonen zurück und wurde erst später unter dem missbrauchten Namen des Islam praktiziert. Ähnliche Riten soll es aber auch in anderen arabischen Städten gegeben haben.

Die Dawsa wurde 1881 n.chr. von Chadiw Muhammad Taufiq endgültig abgeschafft und aufgrund eines Rechtsurteils [fatwa] des Obermuftis von Ägypten verboten, weil sie eine unwürdige Behandlung von Gläubigen verlangt und eine unzulässige Hinzufügung [bida] ist.

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