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Das Dhuha-Gebet ist ein bei
Sunniten
empfohlenes [mustahab]
Ritualgebet des Vormittags, welches bei
Schiiten als
unzulässige Hinzufügung [bida] gilt und daher
verboten [haram] ist.
Das Dhuha-Gebet ist im Türkischen als „Kuşluk namazı“
bekannt. Der Begriff Dhuha [الضُّحى] bedeutet ungefähr:
Vormittag, Morgenhelle, die Zeit nach Sonnenaufgang, wenn die
Sonne schon deutlich aufgegangen ist. In allen Sprachen
bedeutete es sinngemäß Vormittagsgebet. Es wird etwa 15–20
Minuten nach
Sonnenaufgang bis kurz vor dem
Mittagsgebet [salat-uz-zhuhr] gebetet. Als besonders gute
Zeit gilt der spätere Vormittag, wenn die Sonne schon deutlich
höher steht.
Die Anzahl der
Gebetsabschnitte [raka] ist nicht festgelegt und kann
zwischen zwei
Gebetsabschnitten [raka] und acht variieren. Bei
Sunniten wird es als freiwillige
Ritualgebet für
Dankbarkeit, Segen und Versorgung verstanden.
Gemäß
schiitischer Quellen gilt das Dhuha-Gebet als
unzulässige Hinzufügung [bida], da es nie vom
Propheten Muhammad (s.) gebetet worden ist.
Gemäß
schiitischer Geschichtsschreibung wird die Einführung bzw.
Erfindung des Dhuha-Gebets
Muawiya ibn Abu Sufyan zugeschrieben: Als
Muawiya die Nachricht vom
Martyrium
Imam Alis (a.) erhielt, hat er dieses Gebet aus Freude
bzw. als demonstrative Praxis eingeführt.