C. Hermann Ethe
Carl Hermann Ethe

Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch:

(1844 - 1917)

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Prof. Dr. Carl Hermann Ethé war ein deutscher Orientalist, der sich vor allem mit persischer Poesie beschäftigt hat.

Er ist am 13. Februar 1844 in Stralsund geboren als Sohn eines Landvermesser geboren. Er ging 1862 an die Universität Greifswald um unter anderem orientalische Philologie zu studieren. Im nächsten Jahr setzte er seine orientalischen Studien in Leipzig mit Heinrich Fleischer fort und lernte Persisch. Weiterer Stationen waren Leipzig und München wo er habilitiert wurde. Fortan lehrte er als Privatdozent.

Im Jahre 1872 wurde er an die Bodleian Library Oxford eingeladen um den Katalog der orientalischen Handschriften von Eduard Sachau zu vervollständigen. Der Druck von Band II begann im Jahre 1893 und wurde 1930 abgeschlossen. Zur gleichen Zeit wurde er eingeladen, die persischen Handschriften der London India Office (Katalog der persischen Handschriften in der Bibliothek des India Office) zu erfassen.

So arbeitet er zunächst Assistent Bibliothekar an der Bodleian mit Beurlaubung von der Universität München. Im Jahr 1874 gab er seine Lehrtätigkeit in Deutschland auf und ließ sich in Großbritannien nieder. Außer seine Kataloge schrieb er die meisten seiner Werke in seiner Muttersprache.

Im Jahre 1875 wurde Ethe Professor für orientalische Sprachen an der University of Wales. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs musste er wegen einem Ausbruch der lokalen anti-deutschen Stimmung fliehen, obwohl sich die Hochschule weigerte, ihn zu entlassen. Er zog sich in eine kleine Pension zurück und lebte seine letzten Jahre in Reading und Bristol. Er starb am 7. Juni 1917 in Bristol.

In Persischen Studien lebt sein Name weiter durch die monumentalen Kataloge der Bodleian und der India Office Sammlungen.

Im Laufe seines wissenschaftlichen Lebens, war Hermann Ethe ein fleißiger Übersetzer. Viele seiner Artikel enthalten deutschen Übersetzungen von persischen Gedichten. Dazu gehören auch einige Gedichte von Avicenna (Ibn Sina).

Zu seinen Werken zählen viele Aufsätze und unter anderem folgende Schriften:

bulletEssays und Studien. Berlin: Fr. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, 1872
bulletJulius Grosse als epischer dichter. Berlin: Franz Lipperheide, 1874
bulletNeupersische Literatur. in: Grundriss der iranischen Philologie. Seperat-Abdruck, Strassburg 1897
bulletDie höfische und romantische Poesie der Perser, Hamburg 1887 (s.u.).

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