Fachr Radhi
  Fachr al-Radhi

Aussprache: fachr al-raadhiy
arabisch:
فخرالدين الرازى
persisch:
englisch: Fakhr al-Razi

543/544 - 606 n.d.H.
1149 - 1209 n.Chr.

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Fachr al-Radhi bzw. Fachr-ud-Din al-Radhi hieß eigentlich Abu Abdullah Muhammad ibn Umar ibn Husain al-Radhi. Er war ein bekannter Geistlicher und Philosoph aus dem Iran und stammt von Ray (heute Vorort von Teheran).

Er wurde ein einer schafiitisch orientierten Familie geboren, welche der Philosophie der Aschariyya anhing. Sen erster Lehrer war sein Vater Dhiya al-Din Umar. Weitre Lehren erhielt er u.a. auf seinen vielen Reisen nach Buchara und Chwarizm. Ihm werden 60 umfangreiche Werke zugeschrieben, darunter auch eine Enzyklopädie. Er gilt als Philosoph, Geschichtsschreiber, Mathematiker, Astronom, Physiker und Theologe und betrieb Auslegung [tafsir] des Heiligen Qur'an zugleich.

Seine Anhänger gaben ihm den Titel "Imam al-Mushakkikien" (Imam der Zweifler), da er die Bedenken der Zweifler beseitigen konnte.

Obwohl er wohl zu den berühmtesten Auslegern [mufassir] des Heiligen Qur'an gemäß sunnitischer Anschauung ist, werden seine Auslegungen dennoch nicht detailliert diskutiert, weil sie in einigen Punkten der Ansicht der Schia recht geben. So bestätigt Fachr al-Radhi, dass der  genannte Vers (4:24) bezüglich Zeitehe [mut'a] geoffenbart wurde (Tafsir al-Kabir, von Fakhr al-Razi, V3, S.200, Kommentar zu Vers 4:24), was die spätere Abschaffung durch außer-qur'anische Quellen schwer verständlich macht. Fachr al-Radhi gehört auch zu denjenigen, die bestätigen, dass der Vers (5:55) mit Bezug auf Imam Ali (a.) geoffenbart wurde.

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