Farradhiyya
  Al-Farradhiyya

Aussprache: al-farraadhiyya
arabisch:
الفراضية
persisch:
فراضية
englisch: Al-
Farradiyya

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Al-Farradhiyya im Bezirk Safad war ein Dorf in Palästina, das zum größten Teil von Muslimen bewohnt war und im Zuge der ethnische Säuberung Palästinas entvölkert und völlig zerstört wurde.

Das Dorf lag 8 km südwestlich von Safad an den südlichen Hängen des Monte Sabud auf ca. 375 m Höhe. Die zur Verfügung stehende Landfläche war 19.747 Dunum groß.

Juden glauben, dass einstmals die Ortschaft Parod hier lag. Die Ortschaft war unter den Abbasiden um 985 n.Chr. bekannt und wird von Al-Muqaddasi beschrieben als ein großes Dorf zwischen Akko und Tiberias, mit einer Freitagsmoschee. Er fügte hinzu, dass das Wasser reichlich war und es reichlich Trauben und Weinberge gab.

Unter den Osmanen haben die Dorfbewohner Steuern entrichtet auf Weizen, Gerste, Oliven, Obst, sowie für Ziegen und Weiden. Das Dorf bestand 1596 aus 43 Haushalten und hatte ca. 230 Einwohner. 1875 hat Victor Guerin die Ortschaft besucht. Er fand 150 Muslime als Einwohner vor. Bei der Volkszählung 1922 durch die britischen Besatzer hatte das Dorf 362 Einwohner, die alle Muslime waren. 1931 n.Chr. waren es 465, davon 464 Muslime und 1 Christ. Sie lebten in insgesamt 101 Häusern. Ab 1933 gab es eine Schule für Jungen. 1945 lebten 670 Muslime im Dorf.

Im Jahr 1945 lebten in Dayr al-Dubban 730 Bürger und bewirtschafteten eine Landfläche von 7.784 Dunum, davon 5358 Dunum für Getreide.

Das Dorf wurde am 30. Oktober 1948 von der Golani-Brigade angegriffen. Zunächst wurde nur ein Teil der Bevölkerung vertrieben. 261 Bewohner verblieben bis zum Februar 1949. Die Überlebenden wurden danach auch vertrieben bzw. zwangsdeportiert. Das Dorf wurde im Anschluss geplündert und komplett zerstört um jegliche Rückkehrambitionen der Einwohner zunichte zu machen.

Links zum Thema

bullet Zionistische Vernichtungen palästinensischer Ortschaften

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