Fastenbrechen [iftar]
Fastenbrechen [iftar]

Aussprache: iftaar
arabisch:
إفطار
persisch:
إفطار
englisch: breaking the fast

Bild: Gemeinsames Fastenbrechen bei Ahmadinejad, der die Familien von Märtyrern zu Gast hat.

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Als Fastenbrechen gilt der abendliche Abschluss eines Fastentages mit der Zeit des Abendgebetes, beim Einbruch des Abends [maghrib].

Zu dieser Zeit wird das Fasten [saum] des Tages beendet und die Handlungen, die tagsüber zum Fastenabbruch geführt hätten, sind dann wieder erlaubt, außer sie sind generell verboten.

Üblicherweise verrichten die Gläubigen nach Einnahme eines kleinen Häppchens (z.B. einer Dattel) das Abendgebet [salat-ul-maghrib] und setzen sich dann zur eigentlichen Mahlzeit zusammen. In muslimischen Ländern wird der Zeitpunkt durch den Gebetsruf zum Abendgebet deutlich. An anderen Orten behelfen sich Muslime mit entsprechenden Zeittabellen. Es ist üblich und segenreich das Fastenbrechen in größeren Kreisen durchzuführen und Gäste, Verwandte, Nachbarn, Bekannte und insbesondere Bedürftige, dazu einzuladen.

Unabhängig vom Fastenbrechen beim Einbruch des Abends [maghrib] führt auch der Antritt einer Reise nach Überschreitung der Zulässigkeitsgrenze [hadd-ut-tarachus] oder eine relevante Krankheit, die durch das Fasten [saum] verstärkt werden würde sowie das Einsetzen der Regelblutung [haydh] und andere fastenbrechende Aspekte immer zu einem regulären Fastenbrechen nach der dschafaritischen Rechtsschule. Der dadurch verpasste Fastentag wird durch ein Nachholfasten kompensiert. Bei Sunniten ist die Fortsetzung des Fastens [saum] auch auf Reisen möglich aber nicht verpflichtend.

Als eines der größten gemeinsamen Fastenbrechen gilt die an jedem Abend des Monats Ramadan stattfindende Speisung von jeweils bis zu 10.000 Gästen durch die Astan Quds Radhawi.

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