Fatima bint Asad
Fatima bint Asad

Aussprache: fatima bint asad
arabisch:
فاطمه بنت اسد
persisch:
فاطمه بنت اسد
englisch: Fatimah bint Asad

Bild: Fatima bint Asad mit dem neu in der Kaaba geborenen Imam Ali (a.).

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Fatima bint Asad ist die Tochter von Asad ibn Hashim, Ehefrau von Abu Talib und Mutter von Imam Ali (a.). Sie wurde in einem gottesehrfürchtigen Haushalt groß unter der Fürsorge ihres Großvaters Haschim ibn Abd Manaf, der die Kaaba betreute. Sie galt auch in der vorislamischen Zeit, wie ihre Familie als Anhängerin eines Monotheismus mit Bezug auf Abraham (a.) und war somit eine Hanifin.

Als Prophet Muhammad (s.) in jungen Jahren in das Haus Abu Talibs aufgenommen wurde, behandelte sie ihn wie ihren eigenen Sohn sehr liebevoll. So erzählte Prophet Muhammad (s.) später, dass Fatima bint Asad es vorzog, hungrig zu bleiben, wenn der junge Muhammad (s.) satt werden konnte, denn sie lebten damals in sehr bescheidenen Verhältnissen, und Prophet Muhammad (s.) nannte sie ehrenvoll "Mutter". Fatima bint Asad legte manchmal, wenn Gefahr bestand, ihre eigenen Söhne in das Bett von Prophet Muhammad (s.), damit dem Propheten nichts zustoßen sollte.

Als sie hochschwanger mit Imam Ali (a.) war und unerwartet heftige Wehen einsetzten, während sie neben der Kaaba war, zog sie sich in die Kaaba zurück, so dass Imam Ali (a.) der einzige Mensch wurde, der innerhalb der Kaaba geboren ist. Nach anderen Überlieferungen hatte sie sich drei Tage lang in Klausur in die Kaaba zurückgezogen, deren Schlüssel ihre Familie besaß. Und in jener Zeit wurde ihr offenbart, dass sie, wenn die Wehen nahen, die Kaaba umkreisen sollte, was dann zu dem besonderen Geburtsereignis führte. Nach wiederum anderen Überlieferungen lehnte sie sich an die Mauer der Kaaba, als die Wehen plötzlich heftiger wurden, und die Mauer öffnete sich wie ein Wunder, was von Abdulmuttalib beobachtet wurde. Er eilte zur Hilfe und wollte durch die Tür eindringen, aber sie war verschlossen. Als sie die Kaaba mit dem Neugeborenen in der Hand verließ, war es Prophet Muhammad (s.), der ihr zuerst entgegen trat und dem Kind seinen Namen gab. Nach anderen Überlieferungen hörte sie bereits bei seiner Geburt den Namen "Ali" und nannte ihr Kind danach.

Als Prophet Muhammad (s.) den Islam verkündete gehörte sie zu den allerersten Muslimas. Sie unterstützte ihren Mann nach besten Kräften, als die Muslime in Mekka boykottiert wurden und nur noch durch die Unterstützung von Abu Talib in seinem Tal drei schwere Jahre lang überleben konnten. Obwohl sie ihren Sohn Dschafar ibn Abu Talib besonders liebte und sich sehr ungern von ihm trennen würde, unterstützte sie die Entscheidung des Propheten Muhammad (s.) ihn als Delegationsleiter bei der kleinen Auswanderung nach Abessinien zu senden.

Auch nach dem Ableben ihres Ehemannes Abu Talib bemühte sie sich nach Kräften, die Muslime zu unterstützen. Sie gehörte zu den Auswanderern nach Medina.

Sie hatte vier Söhne und zwei Töchter:

bullet Dschafar ibn Abu Talib
bullet Aqil ibn Abu Talib
bullet Talib ibn Abu Talib
bullet Ali ibn Abu Talib (a.)
bullet Fachita bint Abu Talib
bullet Dschumana bint Abu Talib

Fatima bint Asad hat das Privileg als einzige Frau der Welt gleich fünf der Ahl-ul-Bait (a.) in ihrem eigenen Haushalt miterzogen zu haben. Das waren neben Propheten Muhammad (s.), Fatima (a.) und Imam Ali (a.) auch kurzzeitig Imam Hasan (a.) und Imam Husain (a.).

Gemäß einer Überlieferung, die von Anas ibn Malik wiedergeben wird, ging Prophet Muhammad (s.) bei ihrem Ableben zu ihrem Haus und betete folgendes Gebet: "Meine liebe Mutter, möge ALLAH dich unter seinem Schutz behüten. Wie oft bliebst du hungrig, um mich zu sättigen. Du gabst mir Speise und Kleidung, die Du Dir selbst versagtest. ALLAH wird sicherlich mit Dir zufrieden sein. Und Du tatest das, um ALLAHs Wohlgefallen und Segen im Jenseits zu gewinnen."

Prophet Muhammad (s.) gab sein Hemd zur Verwendung als Teil ihres Leichentuches. Er trug ihren Leichnam nach der rituellen Vollkörperreinigung des Verstorbenen durch Frauen eigenhändig auf seiner Schulter, bereitete ihr Grab und begrub sie eigenhändig. Damit gehört sie zu den wenigen, die Propheten Muhammad (s.) selbst begrub. Ihr angenommener Sohn war ihr Prophet und ihr leiblicher Sohn ihr Imam.

Jegliche Verleumdung gegenüber ihrem Ehemann Abu Talib, er wäre kein Muslim gewesen, sind gleichzeitig eine schwere Beleidigung gegenüber Fatima bint Asad, denn sie war als eine der bedeutsamsten Muslimas der ersten Stunde bis zu seinem Ableben mit ihm verheiratet.

Ihr hohes Ansehen auch in der späteren islamischen Geschichte wird u.a. in einer Miniatur aus dem Siyer-i-Nebi (1595) deutlich (s.u.). Darin trägt sie ihren neu geborenen Sohn zum Propheten Muhammad (s.), der ihm den Namen Ali (a.) gibt. Deutlich sind die Zeichen der Heiligkeit am Kopf von Fatima bint Asad zu sehen.

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