Georg
Heiliger Georg

Aussprache: al-quddiys dschurdschis
arabisch:
القديس جرجس
persisch:
جرجیس
englisch:
Saint George

Foto: Grab Georgs in Lydda

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Der Heilige Georg soll im 3. Jh. n.Chr. Märtyrer des Christentums geworden sein. Er gilt insbesondere in den orthodoxen Kirchen in muslimischen Ländern als einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen der Christen und viele Kirchen der Region sind nach ihm benannt.

Es wird vermutet, dass er im 3. Jh. n.Chr. in der Region Kappadokien geboren wurde. Er lebte zur Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian (284–305) und soll Opfer dieser Verfolgung geworden sein. Als Zeit seines Ablebens wird der 23. April um 303 n.Chr. angegeben (erstmalig bei Eusebius (gestorben 339)), verbunden mit der Annahme, dass er in der Region Palästina getötet wurde.

Auf Ikonen in orthodoxen Kirchen ist er oft als reitender Ritter, der einen Drachen oder Schlage, tötet, dargestellt, aufbauend auf einer Legende, die allerdings erst in der Zeit der Kreuzzüge entstanden sein soll. Der Drache bzw. die Schlange symbolisiert die Muslime. Georg rettet eine jungfräuliche Königstochter vor einem Drachen, indem er diesen als Reiter mit einer Lanze tötet. Der Drache hatte das ganze Land unterdrückt und ist nach der Tötung befreit. Georg lädt die Bevölkerung ein, das Christentum anzunehmen. Ein Palmwedel in jenen Ikonen soll darauf hinweisen, dass er später Märtyrer geworden ist. Da die Angaben zu seiner Person zu sehr legendenhaft sind, wurde Georg 1969 im Rahmen einer Reform von Papst Paul VI. offiziell aus dem katholischen Heiligenkalender gestrichen.

Als Symbol des Georg zählt das so genannte Georgskreuz; ein rotes Kreuz auf weißem Grund, dass auf vielen Wappen und Flaggen, insbesondere während der Kreuzzüge verwendet wurde.

Sein angebliches Grab in Lydda wird heute noch verehrt.

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