Hasan Basri
  Hasan al-Basri

Aussprache: al-haßan al-basri
arabisch: الحسن البصري‎
persisch: الحسن البصري‎
englisch: Hassan al-Basri

??? - ??? n.d.H.
642 - 728 n.Chr.

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Abu Sa'id al-Hasan ibn Abi-l-Hasan Yasar al-Basri oder kurz Hasan al-Basri war ein muslimischer Geistlicher, Ausleger des Heiligen Qur'an und galt als Asket.

Er war der befreite Sohn eines persischen Sklaven, der nach Medina gebracht worden war. Nach der Schlacht von Siffin ließ sich Hasan in Basra nieder, wo er aufgrund seiner Gelehrsamkeit und Frömmigkeit allgemein geschätzt wurde. In seinen jungen Jahren, zwischen 663 und 666 n.Chr., nahm er an mehreren Feldzügen muslimischer Truppen in den Iran teil. Er war ein Gegner des Yazid ibn Muawiya.

Da zu Hasans Schülern auch einer der Vordenker der Mutazila, Wasil ibn Ata, gehörte wird auch Hasan al-Basri zuweieln als Vordenker der Mutazila genannt.

Sein Beitrag zur arabischen Prosa seiner Zeit gilt als enorm, da seine Aussagen und Überlieferungen zur Frömmigkeit in späteren Prosaschriften eifrig zitiert werden.

Hasan al-Basri hatte wohl auch einigen Einfluss auf die Mystik, wodurch er bei Sufis als ein sehr früher Vertreter ihrer Lehren betrachtet wird.

Von seinen Schriften ist nichts erhalten. Sein Sendschreiben mit moralischen Ermahnungen an den Kalifen Umar ibn Abdul Aziz ist in seiner relativ spät zusammengestellten Biographie bei Abulnuaim al-Isfahani aus dem 11. Jh. n.Chr. überliefert. Von Hasan al-Basri ist auch eine bedeutsame Überlieferung zur Erläuterung es Lichtverses [ayat-un-nur] übermittelt.

Allerdings gibt es auch einige Überlieferungen, die ihm gegenüber sehr kritisch sind. So soll Imam Ali (a.) zu ihm gesagt haben soll: „Jede Zeit hat einen Samiri und du bist der Samiri deiner Zeit!“

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