Heldentor Wien
  Heldentor Wien

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Das Heldentor Wien, dass auch Äußeres Burgtor genannt wird, ist ein bogenartig aufgebautes Zugangstor zur Wiener Hofburg auf dem ein vergoldeter Lorbeerzweig mit dem eingravierten Namen Mehmed V. angebracht ist.

Ursprünglich war das alte Burgtor im 17. Jh. n.Chr. Teil der Festungsanlagen Wiens erbaut und während der sogenannten Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 umkämpft. 1809 wurde es von den Soldaten Napoleons gesprengt

Während des Fünften Koalitionskrieges, im Jahr 1809, wurde es – wie andere Teile der Stadtbefestigungen auch – von den Soldaten Napoleons gesprengt, wodurch offensichtlich wurde, dass die Stadtbefestigungen ihren militärischen Wert endgültig verloren hatten. Der Wiederaufbau eines neuen Gebäudes, das nicht mehr die Funktion eines Schutzwalls hatte , wurde erfolgte am 22. September 1821 unter Anwesenheit von Kaiser Franz I. eröffnet und 1824 fertig gestellt.  Seit dem 18. Oktober 1824 ist die freie Durchfahrt durch das neue Tor möglich.

Pfingsten 1915 wurde von der Gattin eines Kaiserlichen Rats, Flora Berl, die Spendenaktion „Lorbeer für unsere Helden 1914–1916“ initiiert. Das bis dahin als Äußeres Burgtor bekannte Tor wurde zentralen Ort dieser Aktion und erhielt den Namen Heldentor. Lorbeerzweige aus Metalllegierungen sollten angefertigt und mit dem Namen des Spenders graviert am Heldentor befestigt werden. Die Promiententesten Großspender, deren vergoldeten Lorbeerzweige mit eingraviertem Namen noch heute am Heldentor hängen, waren:

bulletKaiser Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)
bulletKaiser Wilhelm II. (Deutsches Kaiserreich)
bulletSultan Mehmed V. (Osmanisches Reich)
bulletKönig Ferdinand I. (Bulgarien)

Südlich neben dem Heldentor befindet sich das stählerne Papstkreuz in Erinnerung an den Besuch von Papst Johannes Paul II. am 10. September 1983. 

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