Mohammed Herzog
Mohammed Herzog

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11.9.1944 - heute n.Chr.

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Mohammed Herzog ist ein bekannter deutscher Muslim der Nachkriegszeit.

Er wurde am 11. September 1944 als Hartmut Herzog in Berlin-Reinickendorf geboren. Er wurde in einer protestantischen Familie als Christ getauft und erzogen. Später arbeitete er als Missionar beim amerikanischen Baptistenpfarrer Billy Graham. In Berlin kam er über einen türkischen Bekannten an eine deutsche Ausgabe des Heiligen Qur'an und las dort von einer Kreuzigung, wie sie für ihn logisch und nachvollziehbar klang. Auf einer Reise nach Jordanien vertiefte er seine Kenntnisse über den Islam. So nahm er 1979 n.Chr. den Islam an und nannte sich fortan "Mohammad".

Bereits im gleichen Jahr gründete er den in Berlin-Schöneberg beheimateten Verein „Islamische Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime und Freunde des Islam Berlin e.V." als dessen Vorsitzender er bis heute ehrenamtlich im Einsatz ist. Krankheitsbedingt übergab er ab 2013 seine Aufgaben der jüngeren Generation. In Berlin ist sein Name auch eng mit dem interreligiösen Dialog verbunden. Zu seinem 70. Geburtstag gratulierte unter anderem der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD).

Seine wohlwollende Haltung gegenüber dem Fleisch, das Juden geschlachtet haben, und seine Behauptung, der Islam schreibe die Verhüllung [hidschab] der Frau gar nicht vor, brachte ihm auch Kritik unter Muslimen ein. Auch sein zuweilen geführter Ehrendoktor von der "Universal Life Church, Inc.", die ehrenhalber den Titel "Doctor of Divinity" verleiht, wurde kritisiert.

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