Ibn Abdulbar
  Ibn Abdulbar

Aussprache: ibn ab-dul barr
arabisch:
ابن عبد البر
persisch:
englisch:
Ibn Abd al-Barr

??? - ??? n.d.H.
978 - 1071 n.Chr.

Abu Umar  Yusuf ibn Abdullah ibn Muhammad ibn Abdulbar, bekannt als Ibn Abdulbar, war einer der bekanntesten Gelehrten [faqih] im 11. Jh. n.Chr. auf der iberischen Halbinsel.

Er ist 978 n.Chr. in Cordoba geboren. Er verließ die Stadt in jungen Jahren und ließ sich in Denia nieder. Er war mit Ibn Hazm al-Andalusi gut bekannt, wobei sie sich gegenseitig beeinflusst haben dürfen. Seine Schriften lassen keine eindeutige Zuordnung zu einer Rechtsschule zu, zumal er offensichtlich auch gewechselt hat.

Zu seinen Werken zählen:

bulletStudium zur Erörterung der Richtungen der Rechtsgelehrten in den Provinzzentren darüber, was Malik im Muwattaʾ an Meinung und Tradition vorgelegt hat
bulletEinleitung zu den Bedeutungen und Überlieferungsketten des Muwatta
bulletKontroverse Lehrmeinungen Maliks und seiner Anhänger
bulletDie Erläuterung der Wissenschaft und ihrer Vorzüge (Dschami bayan al-ʿilm wa-fadhlihi [جامع بيان العلم وفضله‎])
bulletStudium der Auszeichnung der Gefährten (al-istiab fi maʿrifat al-ashab [‏الاستيعاب في معرفة الأصحاب‎]) mit umfassenden Biographien über die Gefährten. Das vierbändige Werk enthält in alphabetischer Reihenfolge 4224 Eintragungen

Einige seiner weiteren Werke sind heute nicht mehr existent. Er gilt auch als Sammler von Überlieferungen. Zu den bekanntesten, die er gesammelt hat, gehört: "Am Tag der Auferstehung [yaum-ul-qiyama] wird die Tinte der Gelehrten aufgewogen mit dem Blut der Märtyrer."

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