Ibn Sikkit
  Ibn Sikkit

Aussprache: ibn sa-d
arabisch:
persisch:
englisch: Ibn Sa'd

??? - 5.7.244 n.d.H.

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Abu Yusuf Yaqub ibn Ishaq, bekannt als Ibn Sikkit, war ein Gelehrter [faqih] und Lexikograph.

Er ist in Chuzestan geboren und studierte später in Bagdad. Sein zunehmender Ruhm führte dazu, dass Mutawakkil ihn nach Sammara eingeladen hat, um zwei seiner Söhne zu unterrichten. Mutawakkil, der berüchtigt ist für seine Zerstörung des Schreins des Märtyrers von Kerbela.

Einst fragte Mutawakkil Ibn Sikkit, ob die Enkel des Propheten Muhammad (s.) seinen Söhnen überlegen seien. Darauf antwortete Ibn Sikkit kühn, dass selbst (der ehemalige Sklave) Qanbar seinen Söhnen überlegen sei. Der erzürnte Mutawakkil ordnete daraufhin die Hinrichtung Ibn Sikkits an.

Eine Elegie, die Ibn Sikkit eins gedichtet hat lautete:

"Bei Allah, selbst wenn es die Umayyaden waren, die die (Enkel-)Söhne des Propheten ungerechterweise getötet haben, so taten ihre Cousins (die Abbasiden) doch das Gleiche. Sie haben hier (in Kerbela) ihr Grab zerstört! Sie haben bedauert, dass sie nicht daran teilnehmen konnten ihn zu töten, also haben sie das Grab zerstört."

Neben seinen Gedichten hat Ibn Sikkit mindestens zwanzig Bücher hinterlassen, darunter "Islah al-Mantiq" über Lexikographie.

Am 5. Radschab 244 n.d.H. wurde er im Auftrag von Mutawakkil brutal hingerichtet, nachdem er gefoltert worden ist.

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