Iqrit
  Iqrit

Aussprache: iqrit
arabisch:
إقرت
persisch:
إقرت
englisch: Iqrit

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Iqrit war ein Dorf in Palästina, das von den Zionisten komplett zerstört wurde.

Iqrit war ein lag 25 km nordöstlich von Akko und hatte vor allem christliche Einwohner. Zionisten haben das Dorf 1948 überfallen beschlagnahmt und zwangsweise entvölkert. Die Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht, und ihr Gebiet wurde später Teil des neuen Staates Israel. Lediglich die etwas außerhalb liegende Dorfkirche mit dem Friedhof ist als Ruine erhalten.

Das Dorf bestand schon zur Zeit der Kanaaniter. Als das Dorf während der Kreuzzüge besetzt worden ist, wurde es Acref genannt. Ab 1517 stand das Dorf unter Verwaltung der Osmanen. Neben der Ziegenwirtschaft gab es Bienenstöcke und Landwirtschaft, vor allem Olivenhaine und Traubenanbau.

Anfang des 20. Jh. n.Chr. lebten ca. 400 Bürger im Dorf. Es gab eine Presse für Olivenöl oder Traubenproduktion, zumeist Christen.

1948 besaß das Dorf etwa 600 Dunum (600.000 m²) Land mit Hainen von Feigenbäumen, die von allen Bewohnern Iqrits und der Umgebung bewirtschaftet wurden und versorgt haben.

Es gab eine private Grundschule der griechisch-katholischen Erzdiözese, zwei natürliche Wasserquellen, und viele andere Brunnen für gesammeltes Regenwasser im Dorf, darunter ein groß angelegtes Becken für die Sammlung von Regenwasser. Am 31. Oktober 1948 wurde das Dorf von zionistischen Truppen überfallen und in den nächsten Tagen sämtliche Bewohner deportiert. Da einige Bewohner nicht gewillt waren freiwillig zu gehen, wurde ihnen versprochen, dass sie in zwei Wochen nach Abschluss der Militäroperationen in ihre Dörfer zurück kehren dürfen. Das Versprechen wurde nie eingehalten.

Selbst als einige Bürger daraufhin vor dem obersten Gerichtshof Israels geklagt und das Recht erhalten haben, in ihre Dörfer zurückzukehren, wurde das von der Armee verhindert und sämtliche Gebäude zerstört, so dass eine Rückkehr ausgeschlossen werden sollte. Der Washington Report on Middle East Affairs schildert, wie israelische Soldaten den Bürgereister des Dorfes auf einen Hügel vor dem Dorf brachten, um ihn zu zwigenn mit anzusehen, wie wie die zionistischen Truppen jedes einzelne Haus der Ortschaft gesprengt haben. Pater Elias Chacou, der damals ein Kind war, schildert die Ereignisse in seinem Buch "Blood Brothers." Später wurden mehrere Siedlungen der Zionisten auf dem Dorfgelände und den Ländereien gebaut. Lediglich die Dorfkirche steht noch.

In den 1970er Jahren haben ehemalige Dorfbewohner aus Iqrit eine Reihe von Sitzstreiks in der Kirche der Stadt durchgeführt, um an das Schicksal des Dorfes zu erinnern. I Jahr 2003 wurde ein Antrag eines Bürgers zur Rückkehr in sein Heimatdorf vom obersten Gerichtshof in Israel zurückgewiesen.

Links zum Thema

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