Ismail ibn Dschafar
  Ismail ibn Dschafar

Aussprache: ismaiil ibn dschafar
arabisch: إسماعيل بن جعفر
persisch:
englisch:
Ismail ibn Jafar

ca. 736 - ca. 760 n.Chr.

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Ismail ibn Dschafar war der siebte Imam der Ismaeliten. Er war der älteste Sohn von Imam Sadiq (a.) und Fatima bint Hussain ibn Ali ibn Hussain ibn Ali ibn Abu Talib (a.). Er ist Halbbruder von Imam Kadhim (a.). Ismail starb vor seinem Vater, was zu einen Streit über dessen rechtmäßige Nachfolge und letztlich zu einer Spaltung führte.

Dazu heißt es im Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad]: "Ismail war der älteste unter seinen Brüdern, und sein Vater liebte ihn mit großer Güte und Zärtlichkeit. Einige der Schiiten waren der Ansicht, dass er das Imamat übernehmen und der Nachfolger seines Vaters werden würde, da er der älteste unter seinen Brüdern war sowie aufgrund der Zuneigung seines Vaters zu ihm. Jedoch starb er in al-Arid (ein Tal in der Nähe von Medina) während der Lebenszeit seines Vaters (a.), und er wurde auf den Schultern der Männer zu seinem Vater nach Medina getragen und auf (dem Friedhof) Baqi begraben.
Es ist überliefert, dass Abu Abdillah (a.) sehr bekümmert war und ihn heftig betrauerte. Er schritt der Totenbahre barfuss voran und ohne Umhangtuch. Er ließ die Bahre vor der Beerdigung mehrmals auf die Erde niederlegen, und er enthüllte sein (Ismails) Gesicht und schaute es an. Auf diese Weise wollte er die Tatsache des Todes seines Sohnes denjenigen klarmachen, die letzteren für seinen Nachfolger hielten und um jeglichen Zweifel von ihnen zu nehmen, die ihn noch am Leben glaubten.
Als Ismail (r.) starb, gaben die Anhänger seines Vaters, die der Überzeugung gewesen waren, dass er (Ismail) nach ihm der Imam sein würde, ihre Meinung auf. Eine kleine Gruppe (jedoch) behauptete, dass er am Leben sei, und sie gehörten weder zu den Anhängern seines Vaters [chassa] noch zu den Überlieferern [rawi] über ihn, sie waren Extremisten und Übertreiber."

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