Juden
Juden [yahuud]

Aussprache: yahuud
arabisch:
يهود
persisch:
يهود
englisch: Jews

Bild: Jemenitische Schule für Juden, Sven Hedin, München 1929

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Juden sind gemäß Heiligem Qur'an die Anhänger der Religion des Judentums.

Der Heilige Qur'an unterschiedet die Begriffe "Jude" und "Israeliten", wobei beide Begriffe unterschiedliche Gruppen beschreiben, die sich nur teilweise überschneiden. Während der erste Begriff sich auf ein Bekenntnis bezieht, beschreibt der zweite Begriff eine Abstammung (zum Unterschied siehe Heiliger Qur'an 2:140).

Als Anhänger einer Buchreligion gelten Juden im Islam als Schutzbefohlene. Juden werden im Heiligen Qur'an an zahlreichen Stellen erwähnt. So lehnt der Heilige Qur'an jeglichen Exklusivitätsanspruch auf das Paradies ab und sagt dazu:

Sie sagen: »Es werden das Paradies nur die betreten, die Juden oder Christen sind.« Das sind ihre Wünsche. Sprich: Bringt her euren Beweis, so ihr die Wahrheit sagt (Heiliger Qur'an 2:111).

Hingegen wird allen Menschen, die Gutes bewirken, eine frohe Heilsbotschaft mitgeteilt:

Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Säbier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein (Heiliger Qur'an 2:62).

Auf die Unterschiede in den Ansichten der Anhänger der Religionen verweist folgender Vers:

Die Juden sagen: »Die Christen haben keine Grundlage.« Und die Christen sagen: »Die Juden haben keine Grundlage.« Dabei lesen sie das Buch. Auch diejenigen, die unwissend sind, äußern sich in der gleichen Weise. Gott wird am Tage der Auferstehung zwischen ihnen über das urteilen, worüber sie uneins waren (Heiliger Qur'an 2:113 vgl. auch 5:69).

Auch wird der Vorstellung widersprochen, dass Abraham (a.) etwas anderes als ein Gottesdiener war.

Abraham war weder Jude noch Christ, sondern er war Anhänger des reinen Glaubens, ein Gottergebener, und er gehörte nicht zu den Polytheisten (Heiliger Qur'an 3:67).

Im Heiligen Qur'an wird auch darauf verweisen, dass die Speiseregeln und andere Gebote und Verbote des Islam bereits vorher bei Juden und Christen existierten (6:146, 16:118).

Auch einem möglichen exklusiven Auserwähltheitsanspruch widerspricht der Heilige Qur'an sehr deutlich:

Sprich: O ihr, die ihr Juden seid, wenn ihr behauptet, ihr seid die Freunde Gottes unter Ausschluss der anderen Menschen, dann wünscht euch den Tod, so ihr die Wahrheit sagt (62:6).

In der Geschichte des Islam traten Juden in Medina auf. Nach der Auswanderung schlossen sich einige dem Propheten Muhammad (s.) an und nahmen auch den Islam an. Andere bekämpften ihn, u.a. bei der Schlacht von Chaibar.

Sehr kontrovers wird ein Vers aus dem Heiligen Qur'an bezüglich Juden diskutiert (9:30), in dem von Uzair die Rede ist.

Als Stammvater der Juden gilt Jakob (a.), der den Beinamen Israel trug, woraus sich dann der Begriff Israeliten abgeleitet worden ist.


Miniatur aus Siyer-i-Nebi (1595): Ein Gelehrter Der Juden erläutert den Juden die Verse aus dem Taurat, die auf Prophet Muhammad (s.) hinweisen.

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