Kirche der Hufe
  Kirche der Hufe

Aussprache:
arabisch:

persisch:
englisch: Church of hooves

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Die Kirche der Hufe ist ein Motiv aus einer Geschichte, die ein Christ gegenüber Yazid ibn Muawiya, um die Ehre Imam Husains (a.) zu schützen und wird dafür zum Märtyrer.

Die Überlieferung dazu stammt von Imam Zain-ul-Abidin (a.), der selbst zugegen war und ist in Bihar-ul-Anwar gesammelt:

„Als der Kopf von (Imam) Husain (a.) zu Yazid gebracht wurde, berief er (lauter) Versammlungen zum Weintrinken ein und hatte den Kopf von Husain gebracht, ihn vor sich gestellt und er trank davor Wein.

Eines Tages war ein Botschafter des Königs von Rom (Byzanz) auf solch einer Versammlung von Yazid anwesend. Und er war einer der edlen und großen von Rom. Er sagte: „Oh König der Araber! Wessen Kopf ist das?“ Yazid sagte zu ihm: „Was geht dich dieser Kopf an?“ Er sagte: „Wenn ich zu unserem König zurückkehre, wird er mich über alles befragen, was ich gesehen habe. So würde ich ihm gerne über den Werdegang dieses Kopfes und seines Besitzers berichten, so dass unser König an deiner Freude und deinem Glück teilhaben kann.“ Yazid sagte: „Dies ist der Kopf von al-Husain ibn Ali ibn Abu Talib.“ Der Mann aus Rom fragte: „Wer ist seine Mutter?“ Er sagte: „Fatima, die Tochter des Gesandten Allahs.“ Der Christ sagte: „Schande auf dich und auf deine Religion! Ich habe eine bessere Religion als deine. Wahrlich, mein Vater ist einer der Nachfahren Davids und es gibt viele Generationen zwischen David und meinem Vater. Aber die Christen verehren mich und sammeln wegen meinem Vater ein wenig Erde unter meinen Schuhen als einen Segen auf, da er einer der Nachkommen Davids ist. Aber ihr tötet den Sohn der Tochter des Gesandten Allahs, während zwischen ihnen nur eine Mutter ist! Was für eine Art von Religion hast du?“

Dann fragte er Yazid: „Hast du die Geschichte von der Kirche der Hufe gehört?“ Er sagte zu ihm: „Erzähl sie mir, so dass ich davon vernehmen kann.“ Er sagte: „Es gibt einen Ozean zwischen Oman und China, dessen Überquerung ein Jahr dauert. Entlang des Weges gibt es keinen bewohnten Ort, außer einer Stadt inmitten des Wassers. Sie ist achtzig mal achtzig Farasang groß. Es gibt keine Stadt auf der Erde, die größer ist als diese und Kampfer und Smaragde werden aus ihr gebracht. Ihre Bäume sind Aloebäume und Amber. Sie ist in den Händen der Christen. Kein König hat die Herrschaft darüber, außer sie selbst. Es gibt viele Kirchen in dieser Stadt. Die größte von ihnen ist die Kirche der Hufe. Darin ist eine schmale goldene Kiste in ihrem Altarraum, in der ein Huf hängt. Sie denken, dass dies ein Huf eines Esels ist, auf dem Jesus ritt. Sie haben den Bereich um die Kiste mit Gold und Seidenbrokat geschmückt. Jedes Jahr machen viele Christen eine Pilgerfahrt zu ihr und gehen um sie herum, küssen sie und verrichten ihre Bittgebete zu ALLAH, dem Erhabenen. Dies ist die Art und ihre Gepflogenheit in Bezug auf den Huf, von dem Esel, von dem sie denken, Jesus, ihr Prophet, habe ihn geritten. Und ihr tötet den Sohn der Prophetentochter!? Dann segnet ALLAH euch und eure Religion nicht.“

Yazid sagte: „Tötet diesen Christen, damit er mich nicht in meinen Städten blamieren kann.“ Als dem Christen dies bewusst wurde, fragte er ihn: „Willst du mich (wirklich) töten (lassen)?“ Er sagte: „Jawohl.“ Er sagte: „Wisse, dass ich euren Propheten letzte Nacht in meinen Träumen gesehen habe. Er sagte zu mir: „Oh Christ! Du bist von den Leuten des Himmels!“ Ich war darüber überrascht, was er zu mir sagte. Nun bezeuge ich, dass es keinen Gott gibt außer ALLAH und dass Muhammad der Gesandte ALLAHs ist.“ Dann sprang er zum Kopf von Husain, umarmte ihn, küsste ihn und weinte, bis er getötet wurde." (Bihar-ul-Anwar 45, 144)

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