Korbmacher Villa
Korbmacher Villa (Sepetçiler Köşkü)

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Die Korbmacher Villa (Sepetçiler Köşkü), ist ein ehemaliger osmanischer Vergnügungspalast am südlichen Ufer der Mündung des Goldenes Horns bei Sarayburnu in der Nähe von Sirkeci im europäischen Teil von Istanbul.

Das Gebäude wurde 1591 n.Chr. von Murat III. auf den ehemaligen Mauern des Theodosius II. erbaut und 1739 von Mahmut I. renoviert. Es gilt als einziges erhaltene Gebäude aus einer Reihe von vielen verschiedenen Pavillons und Palästen, die im äußeren Hof des Topkapi Palastes bestanden haben. Gemäß dem Text der Inschrift auf dem Türbogen wurde der Pavillon, der während des Baus innerhalb der Grenzen des Topkapi Palastes lag, 1643 in der Zeit Ibrahim I. (1640-1658) rekonstruiert und im Jahr 1739 von Mahmut I. erneut renoviert. Hier legten unter anderem die Boote des Palastes an.

Der Palast besteht aus vier Etagen und wurde mit dicken Steinmauern erbaut. Der Schornstein wurde einem Minarett nachempfunden, was dem Kuppelbau den Charakter einer Moschee verleiht.

Das Gebäude verfügt über geräumige Hallen mit hohen Holztüren. Von den Balkons gibt es einen Panoramablick über den Bosporus. Nach Umbauarbeiten im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude in ein Lagerhaus umgewandelt. Während der republikanischen Ära wurde es als eine Armeepharmazie verwendet und dann bis zu seiner Wiederherstellung in den späten 1980ern leer gelassen. Renovierungsarbeiten, die mit Rückgriff auf alte Zeichnungen durchgeführt wurden, ermöglichten die Restaurierung des Gebäudes in seinen ursprünglichen Zustand. Nach der Restaurierungen wurde es als Internationales Pressezentrum der Generaldirektion für Presse und Information genutzt. Die Stiftung Eminönü Service stellte 1998 den Pavillon wieder her. Der Sepetçiler Pavillon diente in verschiedenen Funktionen, darunter als Restaurant und zusätzlich als Generaldirektion der Presse, und wurde bis Juni 2011 als Projektbüro der Kulturhauptstadt Europas genutzt. Der prominente Ort mit seinen Innen- und Außenanlagen für Tagungen und Bankette wurde einst von Swissôtel verwaltet.

Seit 2011 wird die Villa vom Türkischen Grünen Halbmond bewohnt und ist deren Hauptsitz. Der Türkische Grüne Halbmond ist eine gemeinnützige und nichtstaatliche Organisation, die Jugendliche und Erwachsene mit sachlichen Informationen über Drogen ausstattet, damit sie fundierte Entscheidungen gegen verschiedene Arten von Süchten wie Alkohol, Tabak, Drogen und Glücksspiel treffen können. Der Grüne Halbmond wurde 1920 gegründet und erhielt 1934 von der türkischen Regierung den Status einer öffentlich-gemeinnützigen Gesellschaft.

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