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Der Kreuzer Hamidiye (Hamidiye Kruvazörü) war ein Kriegsschiff
der
osmanischen Marine, der vor allem durch seine Einsätze in
den Balkankriegen 1912–1913 n.Chr. und später im Ersten
Weltkrieg bekannt wurde.
Die Hamidiye wurde 1900 n.Chr. im Auftrag der
Osmanen
bei Armstrong Whitworth in Newcastle upon Tyne, England,
gebaut. Sie lief am 25. September 1903 vom Stapel und wurde
1904 in Dienst gestellt. Ursprünglich hieß sie Abdül Hamid,
nach Sultan
Abdülhamid II. nach der jungtürkischen Revolution wurde
der Name in Hamidiye geändert.
Das Schiff war etwa 112 Meter lang, verdrängte rund 3.900
Tonnen und erreichte ungefähr 22 Knoten. Zur Bewaffnung
gehörten unter anderem zwei schwere 150/152-mm-Geschütze, acht
120-mm-Geschütze, kleinere Schnellfeuerkanonen und
Torpedorohre.
Berühmt wurde die Hamidiye besonders im Ersten Balkankrieg.
Unter dem Kommando von Rauf Bey, dem späteren türkischen
Staatsmann Rauf Orbay, unternahm sie 1913 eine spektakuläre
Fahrt durch das östliche Mittelmeer und die Adria. Sie griff
gegnerische Schiffe und Einrichtungen an und band dadurch
griechische Seestreitkräfte. Im
Osmanischen Reich wurde diese Unternehmung intensiv
gefeiert. Für die Besatzung wurde sogar eine besondere
Hamidiye-Medaille gestiftet.
Auch im Ersten Weltkrieg blieb sie im Dienst der
osmanischen Marine. Nach der
osmanischen Niederlage 1918 geriet sie unter alliierte
beziehungsweise britische Kontrolle. Nach dem türkischen
Unabhängigkeitskrieg und dem Vertrag von Lausanne durfte die
neue Republik Türkei das Schiff jedoch behalten. Ab 1925
diente sie wieder in der türkischen Marine und später
hauptsächlich als Ausbildungsschiff.
1947 wurde die Hamidiye außer Dienst gestellt. Zwischen
1949 und 1951 diente sie zeitweise sogar als Museumsschiff in
Istanbul. 1964 wurde sie schließlich zum Abwracken
verkauft; die Verschrottung war 1966 abgeschlossen.
Ein maßstabsgerechtes Modell des Kreuzers Mecidiye ist im
Marine-Museum Tschanakkale (Çanakkale Deniz Müzesi)
ausgestellt.

Foto Y.Özoguz (2026 n.Chr.)