Leute von Rass
Leute von al-Rass

Aussprache: ashaab-ur-rass
arabisch: أَصْحَابَ الرَّس
persisch: أَصْحَابَ الرَّس
englisch: Ashab-ur-Rass

.Bücher zu islamischen Themen finden Sie im Verlag Eslamica.

Der Begriff "Leute von Rass" ist ein Begriff, der zwei Mal im Heiligen Quran erwähnt und sehr unterschiedlich gedeutet wird.

Im Heiligen Quran wird diese Gruppe von Leuten zwei Mal erwähnt: 25:38 und 50:12; jeweils zusammen mit anderen Völkern von Leugnern der Wahrheit. Der genaue historische Ursprung ist unklar. Manche haben vermutet, dass "al-Rass" eine Ortsbezeichnung bzw. geologischer Begriff ist. Einige Gelehrte vermuten, sie lebten in Ostarabien (Region Yamama) oder im Jemen. Andere meinten, dass sie mit dem Volk Thamud zusammenhängen, da sie zusammen mit ihnen erwähnt werden.

Der Name "al-Rass" bedeutet wörtlich "der Brunnen" oder "die Zisterne". In der Auslegung [tafsir] von Tabari sind die Ahl-al-Rass ein Volk, die ihren Propheten in einen Brunnen warfen und ihn steinigten. Ibn Kathir erwähnt, sie hätten einen Propheten getötet und wurden daraufhin durch einen Feuerregen vernichtet.

Gemäß einer anderen Erläuterung hingegen, die Imam Ali (a.) zugeschrieben wird, sind die Leute von Rass ein eigenständiges Volk, dass den Pinienbaum anbete, den Yafath, ein Sohn Noahs (a.), neben einem Wasserbrunnen namens Duschab gepflanzt hatte. Nach der Zeit von Salomo  (a.) gab es in der Gegend zwölf Städte zwischen Aserbaidschann and Armenien an einem Fluss, der als al-Rass bekannt war. Diese Antwort gab Imam Ali (a.) an einen Fragenden von den Banu Tamim und war gleichzeitig traurig darüber, dass so wenige ihn fragten, obwohl nach dem Propheten Muhammad (s.) er (a.) der Einzige, war der diese Fragen beantworten konnte.

Imam Ali (a.) gab auch die Namen der zwölf Städte an: Aban, Adhur, Day, Bahman, Isfandar, Farwardin, Ardi Bahist, Churdad, Mardad, Tir, Mihr, Schahryur. Ein Teil dieser Namen fanden Einzug in die Monatsnamen des persischen Sonnenkalenders. Isfandar war die größte der Städte, in welcher sich der Pinienbaum befand. Ihr König war: Tarkuz ibn Ghayur ibn Yarischk ibn Sazan ibn Namrud ibn Kanan. Es war damals absolut verboten, das Wasser des Brunnens zu nutzen, da man die Sorge hatte, dass falls der Brunnen versiegt, ihr Götze sterben würde. Obwohl ihnen Propheten entsandt wurden, gaben sie die Anbetung des Pinienbaumes nicht auf. Daraufhin vertrocknete der Baum. Die Leute wurden wahnsinnig und "rächten" sich an dem Propheten und begruben ihn lebendig im Brunnen (arabisch: Rass). Ein Strafe ALLAHs strafte sie und die Stätten wurden zerstört.

© seit 2006 - m-haditec GmbH - info@eslam.de