Lobpreisungsverlesung
Lobpreisverlesung [dhikr], Anrufung

Aussprache: dhikr
arabisch:
ذکر
persisch:
ذکر
englisch: Remembrance

Bild: Imam Chamene'i beim Lobpreisverlesen mit einem Lobpreisungskranz [tasbih]

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Die Lobpreisverlesung [dhikr] ist das stimmlose (geflüsterte) oder stimmhafte Verlesen einer Lobpreisung und bedeutet ein "Gedenken" bzw. "Versenkung ins Gedenken" oder "Anrufung". Während des Ritualgebets erfolgt die Lobpreisverlesung in den Stellungen der Verneigung und der Niederwerfung. Aber das Lobpreisverlesen begleitet den Muslim den ganzen Tag. Begegnet er einer außergewöhnlichen Erscheinung, z.B. einer besonders schönen Blume, so sagt es sich: "Wie Gott es wollte" [maschaallah]. Und seine Dankbarkeit drückt er immer wieder durch die Dankpreisung "alle Dankbarkeit gebührt Gott" [alhamdulillah] aus. Für zukünftige Ereignisse verwendet er Inschaallah.

Mystiker verwenden ordensspezifische Formen von gemeinsamen Lobpreisverlesungen zum Gewinn von Erkenntnis und zur Läuterung der Seele [nafs]. Sie können laut ausgeübt werden, aber auch still und so eher einen meditativen Charakter haben. Dabei wird Gott in verschiedenster Form angerufen. Gleich 1000 Anrufungen und gleichzeitig Lobpreisungen Gottes mit seinen schönsten Namen beinhaltet das Bittgebet namens Dschauschan-ul-Kabir.

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