Mehmet von Königstreu
Ludwig Maximilian Mehmet von Königstreu

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Foto: Y. Özoguz 2014

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Ludwig Maximilian Mehmet von Königstreu gilt als einer der bekanntesten Beutetürken und gilt als der Einzige, der es zu einem Adelstitel gebracht hat.

Mehmet wurde um ca. 1660 n.Chr als Sohn des Gouverneurs der Osmanen von Koroni (Peloponnes) geboren. Er diente in der Armee der Osmanen  als Offizier und geriet 1685 bei der Einnahme der dortigen Festung im Rahmen der Türkenkriege als Beutetürke in Gefangenschaft.

Er wurde an den Hof des Kurfürsten von Hannover verschleppt und arbeitete dort als Kammerdiener nachdem er zwangsweise getauft wurde. Am 13. April 1706 heiratete er in der Schlosskirche die bürgerliche Maria Hedewig Wedekind (1691-1729).

Seine treuen Dienste als gebildeter Sohn eines Gouverneurs für Georg I. beeindruckten den König so sehr dass er 1716 den Kaiser darum ersuchte, seinen Kammerdiener in den Reichsadelsstand zu erheben als "von Königstreu". 1723 erhielt er das Haus Schmiedestraße 30, die alte Stadtvogtei, als Geschenk.

Ludwig Maximilian Mehmet von Königstreu starb am 1. November 1726 in London. Seine Nachfahren sind teilweise sehr bekannt. Der älteste Sohn Johann Ludwig Mehmet von Königstreu (1709 - 1775). Die ihm zuzuordnende Mehmet von Königstreu Grabplatte befindet sich an der Nordwand der St. Petri Kirche in Hannover-Döhren.

Georg Ludwig Mehmet von Königstreu (geb. 1720) gründete am 21. Januar 1746 die Freimaurerloge Friedrich. Das Adelsgeschlecht Mehmet von Königstreu geht somit auf Ludwig Maximilian Mehmet von Königstreu zurück.

Eine Zeichnung von Anthoni Schoojans mit seinem Portrait von 1706 n.Chr. (siehe oben) wurde auf einer Schautafel abgebildet, die während der Sonderausstellung „Türcken, Mohren und Tartaren. Muslime in Brandenburg-Preußen“ im Brandenburg-Preußen Museum präsentiert wurde.

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