Man la Yachdhuruhul Faqih
Man la Yachdhuruhul Faqih - Was für den Rechtsgelehrten unerreichbar ist

Aussprache: man laa yahdhuruhul-faqih
arabisch:
من لا يحضره الفقيه
persisch:
englisch: what unreachable is for the faqih

Bild: Arabischer Nachdruck

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Die Sammlung von Überlieferungen mit dem Titel "Was für den Rechtsgelehrten unerreichbar ist" [man la yahdhuruhu-l-faqih /من لا يحضره الفقيه ] ist das bekannteste Werk von Ibn Babawaih (Scheich Saduq). Es gehört zu den Vier Büchern [kutub arba'a].

Das Originalwerk, das im 4 Jh. n.d.H. (10 Jh. n.Chr.) verfasst wurde, ist nicht mehr vorhanden. Im Vorwort der noch bestehenden Abschriften verdeutlicht Scheich Saduq, warum er diesen Titel für das Buch gewählt hat. Als er sich in Ilaq bei Balch aufhielt, traf er Scharifudd Abu Abdullah (Nimah).

Nimah zeigte Scheich Saduq, der ihn sehr verehrte, ein Buch von Muhammad ibn Zakaria Radhi (Rhazes) mit dem Titel "Was für den Arzt unerreichbar ist" [man la yahdhuruhu-l-tabib], worin es darum geht, dass viele Heilungen durch den Patienten selbst erfolgen. Nimah motivierte Scheich Saduq dazu ein Buch über die islamische Rechtswissenschaft zu schreiben, und dieser orientierte sich beim Titel an der Vorlage.

Es kann als Zusammenfassung aller seiner früheren Werke betrachtet werden, da es ein sehr unfassendes Werk ist. Er hat sein Werk aufgeteilt in Unterkapitel wie z.B. das Kapitel über Heirat "Kitab al-nikah" oder über die Pilgerfahrt [hadsch]. Scheich Saduq lernte zahlreiche Überlieferungen von Nimah.

Es gibt zahlreiche spätere Kommentarwerke zu diesem Buch. Als die bekanntesten gelten diejenigen von Sayyid Ahmad ibn Zain al-Abidin al-Alawi al-Amili (starb 1060 n.d.H.) und Muhammad Taqi al-Madschlisi al-Awwal (starb 1070 n.d.H.).

Das eigentliche Werk wurde in vier Bänden in Teheran nach der Islamischen Revolution neu herausgebracht als Basis für die Arbeit der Gelehrten [faqih].

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