Marmara Ilahiyat Camii
Marmara Ilahiyat Moschee

Aussprache:
arabisch:
persisch:
englisch: Marmara Ilahiyat Mosque

2015 n.Chr.

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Die als Marmara Ilahiyat Moschee bekannte Gebetsstätte ist eine architektonisch außergewöhnliche Moschee im asiatischen Teil Istanbuls und heißt mit vollständigem Namen "Marmara Ilahiyat Vakfi Camii" (Die Moschee der Stiftung zur Marmara Theologischen Fakultät).

Sie wurde in ihrer heutigen Form im Jahr 2015 fertig gestellt. 2013 wurde an gleicher Stelle die alte Marmara Ilahiyat Moschee, die selbst erst zwei Jahrzehnte zuvor gebaut worden war, abgerissen. Als offizieller Grund wurde angegeben, dass sie nicht erdbebensicher gebaut worden sei.

Das neue Gebäude besticht durch eine moderne Architektur. Die teils lichtdurchlässige Kuppel erinnert an aufeinander geschichtet Bücher die spiralförmig auf die Kuppelspitze hin angeordnet sind. Der höchste Punkt ist verziert mit einem aus fünf arabischen Buchstaben "waw" zusammengesetzten Ornament. Die beiden Minarette sind als Schreibfeder konzipiert, da im Lautsprecherzeitalter mit Internet die alte Funktion nicht mehr gegeben war.

Der Hauptgebetssaal fasst 4300 Betende. Die Gebetsnische [mihrab], die Kanzel [minbar] und das Vortragspodium [kursi] sind in künstlerischen Marmorarbeiten gestaltet, wobei stark von der klassischen Bauweise abgewichen wurde. Die Dikka (Mahfil) ist in Holz gestaltet. Inmitten des Gebetssaals befindet sich zudem ein kleiner Brunnen.

Das vierstöckige Gebäude hat einen zweistöckigen Gebetssaal mit Frauenempore. Zwei Stückwerke darunter beherbergen Infrastrukturräume, einen Konferenzsaal und Seminarräume, die Waschräume sowie eine Mensa.

Als zudem außergewöhnlich gelten die Namenstafeln an den Wänden der Moschee. Neben den üblichen Namen ALLAHs, des Propheten Muhammad (s.), der ersten vier Kalifen sowie Imam Hasan (a.) und Imam Husain (a.) sind hier über der Frauenempore auch die Namen von Fatima (a.) und Chadidscha (a.) angeordnet. Unmittelbar neben Imam Hasan (a.) und Imam Husain (a.) gibt es eine weitere Tafel über einen Abbas, so dass aufgrund der Anordnung möglicherweise nicht der sonst eher übliche Abbas ibn Abd-ul-Mutallib sondern Abbas ibn Ali gemeint sein könnte. Zudem ist eine Tafel Hamza ibn Abd-ul-Mutallib gewidmet.

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