Chodaschali-Massaker

Hocali Gedenkstätte in Kizilcahamam
Massaker von Chodschali

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25.2.1992 n.Chr.
???
n.d.H.

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Das Massaker von Chodschali war ein Massaker von Armeniern an Azerbaidschanern am 25. Februar 1992.

Mehrere Hundert wehrlose Einwohner der Stadt Chodschali (Chodschali, Hocali) wurden ermordet. Da die Westliche Welt im Rahmen des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach auf der Seite Armeniens stand, wurde von dem Massaker kaum etwas berichtet.

Das Massaker erfolgte durch die armenischen Streitkräfte mit der Unterstützung des russischen 366. Motorschützenregiments. Die von aserbaidschanischen Behörden veröffentlichten offiziellen Zahlen des Massakers waren: 613 Todesopfer, davon 106 Frauen und 83 Kinder. 476 Menschen wurden dauerhaft verwundet und von 150 der insgesamt 1275 Geiseln fehlt bis heute jede Spur.

Da die hohe Zahl der Ermordeten ein klarer Hinweis für ein Völkerrechtsverbrechen mit Unterstützung der Westlichen Welt war, wurden in der Westlichen Welt alternative Erklärungsmuster verbreitet wie z.B. ein innerer Machtkampf in Aserbaidschan und das obwohl die Armenier die Tötungen zugegeben haben, aber die Schuld deshalb auf Aserbaidschan schoben, weil sie die vorherige Evakuierung der Stadt verhindert hätten. Gegenseitige Vorwürfe der Manipulation haben bis heute eine eindeutige Verurteilung des Massakers auf Seiten der Spitzenpolitiker der Westlichen Welt verhindert, wenn es auch vereinzelt Distanzierungen gab, wie z.B. durch das Chodschali-Denkmal in Berlin.

Eine richtige Gedenkstätte hat die Ortschaft Kizilcahamam in der türkischen Schreibweise als Hocali Gedenkstätte 2014 als Gebäude eröffnet.

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