Fatih Sultan Mehmed
Sultan Mehmed II. (Fatih)

Aussprache: muhammad al-faatih
arabisch:
محمد الفاتح
persisch:
محمد دوم
englisch:
Mehmed II.

1430 - 3.5.1481 n.Chr.

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Fatih Sultan Mehmed II. war 7. Sultan der Osmanen und regierte von 1451 bis 1481. Den Titel "Fatih" (Eroberer) nahm er an, nachdem er Konstantinopel erobert hatte.

Mehmed II. war der Sohn von Sultan Murat II. und dessen Ehefrau Huma Hatun und er war Vater von fünf Kindern (Tochter: Gevrehana Sultana; Söhne: Mustafa, Bayezit II., Cem, Korkut). Er hat zur Zeit der Osmanen mit die meisten Eroberungen zu verzeichnen.

Mehmed II. galt als erfolgreicher Staatsmann und vor allem Militärführer, ausgebildet von dem damals berühmten islamischen Gelehrten Akşemseddin. Er sprach angeblich sieben Sprachen flüssig und galt als Förderer von Literatur und Wissenschaft. Er ließ byzantinische philosophische und theologische Werke ins Arabische übersetzen.

Sein politisches Hauptziel war die Ausschaltung des Byzanz und die Eroberung Konstantinopels. Die Hauptstadt des oströmischen Reiches fiel am 29.5.1453 (Mehmed II. war erst 23 Jahre alt) und wurde sogleich als Istanbul neue Hauptstadt des Osmanischen Reichs. Seitdem ließ Mehmed II. sich mit Beinamen "Fatih" (arabisch: Eroberer) nennen.

Neben diesem Sieg erweiterte er das osmanische Gebiet um große Territorien in Europa wie in Serbien, Griechenland (Morea), die Walachei, Trapezunt, Bosnien, Karaman und Albanien. Er stieß sogar bis nach Italien vor und nahm die Stadt Otranto ein, welche allerdings nach seinem Tod wieder aufgegeben wurde.

Sultan Mehmed II. stärkte die osmanische Flotte mit dem Ziel die venezianische Seehegemonie im Handel herauszufordern, was auch gelang. Zu diesem Zweck machte er durch die Eroberung der Halbinsel Krim (1475 n.Chr.) das Schwarze Meer zu einem osmanischen Binnenmeer.

In 1478 erließ Mehmed II. einen Ferman und bestätigte damit gegenüber Geistlichen in Bosnien die Glaubensfreiheit nach der Eroberung des Landes.

Neben seinen militärischen Eroberungen führte er eine zentralisierte und effektive Verwaltung des Reiches ein. Ebenso gab er eine schriftliche Gesetzessammlung der "Familie der Osmanen" [kanunname-i aali osman] heraus . Mehr als 300 Moscheen, 57 Madrasa und 59 Bäder wurden unter seiner Herrschaft errichtet. Der Topkapi Palast in Istanbul wurde zum neuen Herrschaftssitz. Er machte sich auch daran die Hagia Sophia umzubauen.

Mehmed II. starb am 3. Mai 1481 in Gebze. Er wurde im eigenen Schrein im Friedhof der Fatih-Moschee Istanbul beigesetzt. Er hinterließ seinen Nachfolgern ein grausames Gesetz zur Legitimierung des Brudermordes. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Bayezit II..

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