Muchtar Thaqafi
Muchtar ibn Abu Ubaida al-Thaqafi

Aussprache: al muchtaar ibn abiy ubayda ath-thaqafiy
arabisch: المختار ابن أبي عبيد الثقفي
persisch:
englisch: Mukhtar ibn Thakafi

1 - 67 n.d.H.
622 - 687 n.Chr.

Bild: Plakat zum Film Muchtarname

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Al-Muchtar ibn Abu Ubaida al-Thaqafi war Gastgeber von Muslim ibn Aqil in Kufa und einer derjenigen, die nach den Ereignissen von Aschura einen Aufstand der Reuigen [tawwabin] im Irak gegen die Umayyaden anführte und viele derjenigen tötete, die Imam Husain (a.) und seine Gefährten in Kerbela ermordet hatten.

Er ist 1 n.d.H. (622 n.Chr.) in Taif geboren und war der Sohn von Abu Ubaida Thaqafi, einem Märtyrer des Islam.

Der Hintergrund für Muchtars Aufstand war die Erinnerung an Muslim ibn Aqils Ankunft in Kufa. Muchtar versprach Muslim ibn Aqil, dass die Muslime in Kufa auf der Seite Imam Husains (a.) gegen die Ungerechtigkeit und das Unrecht Yazids stehen würden. Muchtar und mit ihm ca. 1000 Menschen schworen Imam Husain (a.) das Treuegelöbnis stellvertretend über Muslim ibn Aqil. Das Haus Muchtars wurde zum Hauptquartier.

Als Yazid von dem Widerstand in Kufa erfuhr, ging er gewaltsam gegen die Menschen vor. Muchtar wurde gefangen genommen und in den Kerker gesteckt. Die Leute, die ihm Treue geschworen hatten, ließen ihn im Stich. Später kam er frei und führte den Aufstand an, der kurzzeitig erfolgreich war, wobei unter anderem Schimr ibn Dhul Dschawshan und Harmala ibn Kahil getötet wurden. Muchtars Feldherr war Ibrahim ibn Malik Aschtar. Letztendlich verlor er die eroberte Macht über Kufa und die Region aufgrund eines erneuten Verrats der Bevölkerung von Kufa. In einer Schlacht im April 687 n.Chr. wurde er außerhalb von Kufa zusammen mit seinen Anhängern von den Truppen des Musab ibn Zubair geschlagen und getötet.

Al-Muchtars Name wird auch im Zusammenhang mit der Rechtfertigung des Brauchs des Tschahar-Schanbe-Suri genannt.

Ein sehr umfangreicher Film über sein Leben wurde 2009 unter dem Titel Muchtarname in der Islamische Republik Iran veröffentlicht. Zu Muchtars Unterstützern gehörte Kiyan.

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