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Abu Dschafar Muhammad ibn Uthman war der zweite der
Botschafter [sufara]
Imam Mahdis
(a.) während der
kleinen Verborgenheit.
Sein Vater
Uthman ibn Said al-Asadi war der erste der
Botschafter, dessen Rolle er nach dessen Ableben 280
n.d.H. übernahm.
Zu seinen
Beinamen gehört Abu Dschafar (Vater von Dschafar), al-Amri
(weil sein Urgroßvater Amr hieß), al-Asadi (vom Stamm der Banu
Asad).
Er führte die
rituelle Vollkörperreinigung des Verstorbenen bei seinem
Vater durch und begrub ihn. Er erhielt einen Kondolenzbrief
von
Imam Mahdi
(a.). Er hatte bereits
Imam Hasan
al-Askari (a.) und sowohl er aus auch sein Vater
genossen das Vertrauen der
Ahl-ul-Bait (a.). Er blieb fast fünfzig Jahre lang
Stellvertreter (davon ein Teil zusammen mit seinem Vater und
25 Jahre alleine) und starb im Jahr 305
n.d.H. Er hinterließ einige Bücher mit Sammlungen der Aussprüche der
letzten der
Zwölf Imame (a.).
Bereits drei Jahre vor seinem Ableben ernannte er
Husain ibn Ruh an-Nawbachti zu seinem Nachfolger.
Das
Mausoleum des zweiten
Safir befindet sich in ar-Rusafa, im Zentrum von
Bagdad
innerhalb der heutigen Dschamiʿ al-Chillani Moschee [جامع
الخلاني].
Das auffälligste äußere Merkmal ist die große türkisfarbene
Kuppel, die über dem Moschee- und Schreinkomplex aufragt.
Daneben steht ein vergleichsweise kleineres
Minarett.
Die Außenfassaden bestehen überwiegend aus hellem
Ziegelmauerwerk und werden durch spitzbogige Nischen,
blau-türkise Fliesenfelder und breite Kalligraphiebänder
gegliedert.
Im Inneren befindet sich der eigentliche Haram mit dem Grab
umschlossen von einem
Zarih,
an der Besucher ihre
Audienz [ziyara] verrichten. Der Schrein ist Teil einer
aktiven Moschee mit Gebetsräumen, Hof und Bibliothek.
Der heutige Bau ist nicht das ursprüngliche Grabmal aus dem
10. Jh. n.Chr. Der Komplex wurde mehrfach erneuert. Eine
größere Erneuerung von Grabstätte erfolgte um 1349
n.d.H. (ca. 1930–31 n.Chr.). Eine weitere
Renovierung der Kuppel fand 1391
n.d.H. (1971 n.Chr.), finanziert von einem privaten
Stifter, statt.
Der
Überlieferung [hadith] zufolge wusste der zweite
Safir bereits vor seinem Tod, wann er sterben würde, und
bereitete sein eigenes Grab und seine Nachfolge vor.
Manche
Irakische Historiker behaupten hingegen, dass dort jemand
anderes begraben sei, möglicherweise der
hanbalitische Gelehrte Abdulaziz ibn Dschafar, bekannt als
Ghulam al-Challal.