Mutanabbi
Mutanabbi

Aussprache: al mutanabbiy
arabisch:
المتنبي
persisch:
متنبي
englisch:
Mutanabbi

915 - 23.9.965 n.Chr.

Bild: Titelseite der Übersetzung von Joseph von Hammer-Purgstall 1824

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Ahmad ibn al-Hussein Abul-Tadschib al-Mutanabbi (Motenebbi) war ein Hofdichter der Hamdaniden und anderer Fürsten, zu deren Ruhm er viele seiner Gedichte schrieb.

Er wurde 915 n.Chr. in Kufa geboren. Er war zwar der Sohn eines Wasserträgers, gab aber vor nobler Abstammung zu sein. Als 924 die Qarmaten Kufa überfielen, flüchtete er in die Wüste und lebte dort mit den Beduinen, deren Dialekt er lernte, der damals dem Hocharabischen näher kam. 935 n.Chr. fing er zu reisen und lebte von seiner Dichtkunst. Zwischen 948 und 957 war er Hofdichter in Aleppo bei Saif al-Daula. Der Titel "Mutanabbi" kann übersetzt werden mit "Derjeinige, der vorgibt ein Prophet zu sein, wobei unklar ist, was damit ausgesagt werden soll. 957 trat er dem Hof der Ikschididen in Ägypten bei und schrieb Gedichte für al-Misk Kafur. Nachdem er allerdings den erhofften Posten des Gouverneurs von Sidon nicht erhielt, schrieb er Schmähverse gegen seine Auftraggeber und musste 961 n.Chr. fliehen. Er zog nach Schiraz und dichtete dort für Adhud al-Daula.

Bei einer Reise nach Kufa wurde er 23.9.965 ermordet. Es wird angenommen, dass diejenigen, die er zuvor geschmäht hatte, die Auftraggeber des Mordes waren.

Sein bekanntestes Werk "Divan" wurde 1824 von Joseph von Hammer-Purgstall ins Deutsche übertragen.

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