Naqschiband
  Bahauddin Naqschiband

Aussprache: baha-ud-diin al-naqschiban
arabisch:
بهاء الدين النقشبن
persisch:
englisch:
Baha-ud-Din Nakshband

711 - 791  n.d.H.
1317 – 1389 n.Chr.

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Bahauddin Naqschiband Buchari war der Gründer des nach ihm benannten Ordens [tariqa] der Naqschibandi.

Bahauddin ist 1318 n.Chr. in der Stadt Qasr-i-Hinduvan (später Qasr-i Arifan) bei Buchara geboren, wo er auch 1389 starb.

Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Buchara und reiste vor allem nur innerhalb der Region, die er zu seiner Heimat dazu zählte nach seinem eigens aufgestellten Prinzip: "Reise in deiner Heimat". Seine einzige längere Reise diente der Pilgerfahrt [hadsch].

Als Bahauddin Naqschband nach seinem Studium in Samarkand in die Stadt Nasaf geht, begegnet er Amir Kulal und wird dessen Schüler. Laut eigener Aussage ist aber der Sufi-Scheich, der ihn am meisten beeinflusst nicht Amir Kulal, sondern der lange verstorbene Abdul Chaliq Ghudschduwani, der Bahauddin in Visionen erschienen sein soll. Von ihm will er die Techniken der Sufis bezüglich Lobpreisverlesung [dhikr] erlernt haben, Techniken, die in ihrer Weiterentwicklung durch Bahauddin maßgebend für seine eigenen Schüler und dem darauf aufbauenden Orden werden sollten, insbesondere die schweigende Lobpreisverlesung [dhikr].

Ghudschduwanis Lehre ist bekannt unter dem Namen Tariq-i Chwadschagan (Der Weg der Lehrer), in denen er die folgenden acht Prinzipien aufstellt, die Bahauddin später als Bestandteil der Naqschbandi-Lehre mit ihren persischen Originalbezeichnungen übernimmt:

  1. hush dar dam: Aufmerksamkeit beim Atmen
  2. nazar bar qadam: seine Schritte überwachen
  3. safar dar watan: innere mystische Reise
  4. chalwat dar andschuman: Einsamkeit in der Menge
  5. yad kard: Sammlung, Gedenken
  6. baz gard: seine Gedanken kontrollieren
  7. nigah dascht: seine Gedanken überwachen
  8. yad dascht: Konzentration auf Gott

Bahauddin starb 1389 in Buchara. Über seinem Grab wurde ein Schrein errichtet. Über sein Leben selbst ist vergleichsweise wenig bekannt, da er seinen Anhängern verboten haben soll zu seinen Lebzeiten über ihn zu schreiben.

Ein nach ihm benanntes Mausoleum, das Bahauddin Naqschiband Mausoleum ist in Srinagar, wo einer seiner Nachfahren beigesetzt ist.

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