Orientalismen
Orientalismen in der Malerei

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Bild: Markt von Kairo (1878) von Leopold Carl Müller

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Als Orientalismen in der Malerei bzw. Kunst werden künstlerische Darstellungen mit Motiven aus dem Orient verstanden.

Zwar können einzelne Kunstwerke mit Darstellungen von "Mohren" oder "Türken" sowie anderen Muslimen bereits lange vor dem 18. Jh. gefunden werden, auch aufgrund der Kreuzzüge und späteren Kriege mit den Osmanen, aber erst im 18. Jh. setzt eine romantisch verklärte Darstellung des Orients als künstlerische Bewegung ein, was auch auf den Rückzug der Osmanen zurück zu führen sein dürfte.

Zahlreiche europäische Maler ab dem 19. Jh. verbreiteten einen vorurteilsbeladenen Mythos des Orients, bei dem der Harem bzw. die Vorstellung darüber bei den westlichen Künstlern eine wichtige Rolle einnahm. Als bekannte Künstler werden dabei Eugène Delacroix, Jean-Léon Gérôme und später Alexandre Roubtzoff und Jean Auguste Dominique Ingres (Leiter der französischen Académie de peinture) genannt. Lezterer malte das berühmte "Türkische Bad" (1863).

In Deutschland gelten Gustav Bauernfeind, Leopold Carl Müller und Johann Victor Krämer als bekannte Orientmaler. Andere Künstler, wie Andreas Müller haben nur Einzelwerke dem Thema gewidmet.

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